Todsünden und Höllenstrafen in fesselnden Bildern

Ennepetal..  Todsünden und Höllenstrafen waren eine Stunde lang großes Thema. Aber als Meinolf Schütte vom Vorstand der Kulturgemeinde dem Referenten zu „Hieronymus Bosch“ mit einem Fläschchen dankte, war es der Höhlentrunk und kein Höllentrunk, wie Schütte augenzwinkernd in der Aula des Reichenbach-Gymnasiums betonte.

Von Qualen, vom Jüngsten Gericht berichtete der gebürtige Hagener Dr. Stefan Fischer. Er schrieb ein Standardwerk über den Renaissance-Maler Hieronymus Bosch und promovierte auch über den Künstler aus ‘s-Hertogenbosch (Niederlande). Fischer zeigte Gemälde mit für uns rätselhaften Szenen und Darstellungen von Fabelwesen, Jüngstem Gericht und Hölle, Gemälde mit Symbolen von den Todsünden wie Zorn, Hochmut und Wolllust. Für die damalige Zeit habe der Maler eine erstaunliche satirische Fantasie entwickelt. Fischer stellte auch das in Madrid zu sehende Triptychon „Im Garten der Lüste“ vor, mit Szenen von Früchten und Vögeln und mit skurrilen Darstellungen, aber mit harmonischer Grundstimmung. Parodie, Ironie?