Todsünden und Höllenstrafen

Ennepetal..  Auch in der Renaissance gab es schon Radikale. Hieronymus Bosch muss man wohl dazu zählen.

Um 1450 geboren und 1516 gestorben, wusste man mit ihm in der Kunstgeschichte lange Zeit nicht so recht etwas anzufangen. Ein paar hundert Jahre lang war er fast ganz vergessen, biografische Informationen über ihn gibt es kaum. Dabei war Bosch zu seiner Zeit ein angesehener Künstler und hatte Bewunderer in den höchsten Kreisen. „Hieronymus Bosch – Todsünden und Höllenstrafen“ heißt der Vortrag von Dr. Stefan Fischer aus Bonn, den er am Freitag, 30. Januar, ab 19.30 Uhr in der Aula des Reichenbach-Gymnasiums Ennepetal hält.

Aus Anlass des bevorstehenden 500. Todestags des Malers wird der Kunsthistoriker und ausgewiesene Bosch-Experte Fischer den bizarren Bilderkosmos enträtseln und die Magie der ungewöhnlichen Kunstwerke mit exzellenten Fotografien nahebringen. Dr. Fischer studierte Kunstgeschichte, Geschichte und klassische Archäologie in Münster, Amsterdam und Bonn. 2009 legte er seine Dissertation zum Thema „Hieronymus Bosch: Malerei als Vision, Lehrbild und Kunstwerk“ vor.