Tief fliegende Gelbe Säcke

Niklas, dieser hyperaktive Wirbelwind, pustet uns alle dieser Tage ja ganz schön kräftig durch. Da fallen Bäume um und blockieren Straßen und Bahnlinien, fliegen Äste durch die Gegend und segelt mancher ungesicherte Gegenstand herum.


Mir kamen unter anderem gestern Dutzende Gelber Säcke entgegen. Die Fahrt ins Büro wurde zum Slalomlauf, einige der Müllbeutel waren zerrissen und hatten ihren Inhalt ausgespuckt. Niklas scheint von Umweltschutz noch nichts gehört zu haben.


Angesichts des tief fliegenden Mülls kam mir das in den Sinn, was ich vor allem aus spanischen Großstädten kenne: unterirdische Abfallbehälter. Durch ein Rohr – das ungefähr wie ein überdimensionaler Hydrant aussieht – wird der Müll eingeworfen. Später wird er dadurch auch von der Müllabfuhr wieder herausgesaugt. Mittlerweile ist das System schon ziemlich verbreitet.


Auch wenn es ein bisschen wirkt, wie das sprichwörtliche Unter-den-Teppich-kehren, hat das Ganze einiges für sich. Wobei in südlichen Gefilden eher die Hitze, die sonst für zum Himmel stinkende Müllbehälter sorgen würde, der Grund für die subterrane Sammlung des Abfalls ist.


Vielleicht sollte man das bei uns im Südkreis aber auch einmal versuchen. Und die Bahnlinien könnten ebenfalls komplett unter die Erde verlegt werden. Dann kann auch kein Baum auf die Oberleitung fallen