Thomas Meckel feiert zweimal 50. Geburtstag

Thomas Meckel in seinem Geschäft
Thomas Meckel in seinem Geschäft
Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg..  Wer kann schon von sich behaupten, dass er fast auf den Tag genauso alt wie sein Geschäft ist? „Ich bin sechs Tage, nachdem meine Eltern eröffnet haben, zur Welt gekommen. Mein Kinderwagen stand sozusagen im Laden“, sagt Thomas Meckel. Beide – das Fachgeschäft in der Mittelstraße und sein Besitzer – feiern in diesem Jahr deshalb den 50. Geburtstag.

Zwei Jahre bevor das Farbfernsehen mit einer Ausgabe der Show „Der goldene Schuss“ Premiere feierte, hatten sich Hannelore und Hans-Dieter Meckel dazu entschlossen, sich selbstständig zu machen. Eine mutige Entscheidung, wenn Nachwuchs auf dem Weg ist. „Mein Vater war vom Fach. Er hat bei der Firma Krefft gearbeitet, die damals noch eine eigene Radio- und Fernsehfertigung hatte und wurde danach Geschäftsführer von Radio Schilling“, sagt Thomas Meckel. Die Filiale des Hagener Unternehmens hatte genau da ihr Zuhause, wo Radio Meckel heute auch zu finden ist, im Haus Mittelstraße 34. Angefangen hat die Geschichte von Radio Meckel ein paar Meter weiter, im Haus mit der Nummer 70. „Die Räumlichkeiten dort sind aber im Laufe der Zeit zu klein geworden. Im November 1983 sind wir deshalb umgezogen“, sagt Meckel.

Auch eine Filiale in Milspe hatte es mal gegeben: „Als dort die Umgehungsstraße gebaut wurde, haben wir aber schnell gemerkt, dass die Kunden weg bleiben“. Im August 1984 begann Thomas Meckel nach dem Abitur die Ausbildung im elterlichen Betrieb zum Radio- und Fernsehtechniker. „Zehn Jahre später, nach dem viel zu frühen Tod meines Vaters, habe ich das Geschäft dann übernommen.“ Für ihn und seine Familie sei es immer wichtig gewesen, kein Geschäft auf der grünen Wiese zu haben: „Wir wollten immer mittendrin sein. Deshalb freue ich mich auch über die positive Entwicklung, die Gevelsberg als Einkaufsstadt in den letzten Jahren gemacht hat.“ Und selbstverständlich sei es deshalb auch, sich für die Heimat zu engagieren, sowohl bei der Kirmes, als auch bei Kultur und Sport.

Da man sich vor ein paar Jahren einer Einkaufskooperation angeschlossen hat, wurde der alt hergebrachte Begriff „Radio“ im Firmennamen durch Euronics ersetzt. Am Leitsatz des Unternehmens: „Wir lassen den Kunden nicht alleine, im Großen und im Kleinen“, habe sich deshalb nichts geändert, versichert Meckel. Das fünfköpfige Team biete eine umfangreiche Beratung, die es im Internet so nicht gebe. Beim Umsatz, so der Chef des Traditionsunternehmens, halten sich die Haushaltstechnik und die Unterhaltungselektronik die Waage. Wenn wir schon einmal beim Thema Beratung sind, wohin geht der Trend bei den Fernsehern? „Die 3D-Blase ist schon geplatzt, die Vernetzung mit dem PC und Internet wird aber weiter fortschreiten“, sagt Thomas Meckel.