Themen spielen, die für alle Städte interessant und wichtig sind

Ennepe-Ruhr..  Landrat Dr. Arnim Brux ist per Amts wegen auch Aufsichtsratsvorsitzender der EN-Agentur. Unsere Zeitung sprach mit ihm über die Bedeutung der Kreis-Wirtschaftsförderungsagentur.

Insgesamt 14 364 Betriebe mit 92 981 sozialversicherungspflichtigen Mitarbeitern gibt es in den neun Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises. Welche Rolle spielt die EN-Agentur für diese Unternehmen?

Dr. Arnim Brux: Die EN-Agentur kann die Themen spielen, die für alle interessant und wichtig sind, z. B. auf dem Gebiet der interkommunalen Zusammenarbeit. Wenn es um Förderprogramme geht, können die Kommunen einfach nicht die gesamte Kompetenz vorhalten.

Muss sich die EN-Agentur neu erfinden, um noch besser zu werden?

Natürlich müssen wir uns und unsere Arbeit ständig überprüfen. Uns stehen nur beschränkte finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung. Kommen neue Aufgaben hinzu, müssen auch Schwerpunkte neu definiert werden.

Ist die EN-Agentur für künftige neue Aufgaben gut gerüstet?

Im Prinzip ja! Der Kreistag hat gerade den Beschluss Breitbandinitiative Ennepe-Ruhr getroffen und eine zeitlich befristete Stelle für einen Breitbandbeauftragten neu geschaffen. Dessen Hauptaufgabe wird es zukünftig sein, neben der Durchführung einer kreisweiten Markterkundung zwischen den Marktakteuren zu vermitteln, um Interessen auf der Angebots- und Nachfrageseite zu bündeln. Zentrales Ziel ist dabei die Verbesserung der Breitbandversorgung in unterversorgten Gebieten.