Stürmisches Wochenende mit vielen Einsätzen

Die Feuerwehr musste in Schwelm an der B 7 einen dicken Baum zersägen und räumen, den der Sturm auf den Radweg stürzen ließ. Während des Einsatzes drohte ein weiterer Baum, wenige Meter weiter, niederzustürzen. Die Gefahrenquelle wurde mit Hilfe der Technischen Betriebe
Die Feuerwehr musste in Schwelm an der B 7 einen dicken Baum zersägen und räumen, den der Sturm auf den Radweg stürzen ließ. Während des Einsatzes drohte ein weiterer Baum, wenige Meter weiter, niederzustürzen. Die Gefahrenquelle wurde mit Hilfe der Technischen Betriebe
Foto: WP

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal..  Und plötzlich waren die Straßen weiß... In Sekundenschnelle fegte am Sonntag kurz vor Mittag ein heftiger Graupelschauer über den EN-Südkreis hinweg. Autofahrer gingen in die Eisen, Fußgänger mussten aufpassen, auf den glitschigen Bürgersteigen nicht auszurutschen. Diese Wetterkapriole blieb, soweit bekannt, zum Glück folgenlos. Andere aber nicht.

Die Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“ mit ihren heftigen Windböen und starkem Regen hielten das ganze Wochenende über die Rettungskräfte in Atem. Besonders betroffen war Ennepetal. Die teils orkanartigen Böen bescherten Polizei und Feuerwehr das Wochenende über reichlich Arbeit.

Ennepetal

Am Freitag um 18.43 Uhr wurde der Löschzug 2 zum „Grünwald“ alarmiert. Ein Baum war auf die Fahrbahn gestürzt. Im Einsatz waren zehn Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen.

Am Samstag Morgen um 7.40 Uhr mussten dann die Hauptamtlichen mit ihrem Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Breckerfelderstraße raus. Dort waren zwei Tannenbäume, die zur Abholung durch die Müllabfuhr auf dem Gehweg abgelegt waren, vom Wind auf die Fahrbahn gefegt worden und mussten beseitigt werden.

Den Feuerwehrleuten blieb kaum Luft zum Durchatmen. Schon kurze Zeit später, um 9.25 Uhr, hieß es für die Hauptberuflichen: Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug raus zum Behlinger Weg. Dort hatte der Sturm einen Baum erfasst und auf die Fahrbahn stürzen lassen. Die Straße war blockiert. Mit einer Motorkettensäge zerkleinerten die Einsatzkräfte Stamm und dicke Äste und räumten die Fahrbahn wieder frei.

Um 9.47 Uhr wurde die Feuerwehr Ennepetal dann darüber informiert , dass ein Weihnachtsbaum sich aus seiner Halterung gelöst hatte und auf die Voerder Straße zu stürzen drohte. Da die Feuerwehrbeamten der hauptberuflichen Wache sich noch im Einsatz befanden, übernahmen die Kollegen der freiwilligen Feuerwehr Ennepetal, Löschzug 1 (Milspe/Altenvoerde) den Einsatz und beseitigten diese Gefahr. Allein dieser Einsatz band acht Einsatzkräfte mitsamt Löschgruppenfahrzeug und Rüstwagen.

Damit nicht genug. Um 11.02 Uhr informierte ein Anwohner die Feuerwehr Ennepetal, dass auch auf der Straße Jellinghausen ein Baum auf die Straße gestürzt war und die Fahrbahn blockiert. Nun musste die Löschgruppe Voerde ran. Sie rückte mit ihremLöschgruppenfahrzeug und sieben Einsatzkräfte aus, um an der Gefahrenstelle den Baum zu zersägen und die Fahrbahn zu räumen.

Zeitgleich ging schon der nächste Alarm bei der Feuerwehr ein. Im Kreuzungsbereich Voerder Straße/Neustraße hatte der Sturm ein Baustellenabsperrgitters auf den Gehweg stürzen lassen. Außerdem lag auf der Fahrbahn eine Abdeckplane und behindete den Verkehr. Die Kräfte der hauptberuflichen Feuer- und Rettungswache entfernten auf einer Länge von ca. 25 Metern alle sich an den Zäunen befindlichen Planen, stellten das umgestürzte Elemet wieder auf und sicherten dies gegen ein erneutes Umfallen. Für die Ennepetaler war damit noch lange nicht Schluss. Um 15.23 Uhr mussten die Kräfte der

der hauptberuflichen Feuer- und Rettungswache mit der Drehleiter zur Mittelstraße ausrücken. Dort hatte der Sturm die Weihnachtsbeleuchtung aus ihrer Aufhängung gelöst. Sie drohte auf die Straße zu stürzen. Nur mit der Drehleiter war es überhaupt möglich, die Beleuchtung wieder zu befestigen und damit die Unfallgefahr abzuwenden.

Gevelsberg

Sechs Unwetter-Einsätze meldete die Feuerwehr in Gevelsberg. Sie ereigneten sich alle am Samstag zwischen 11 und 19 Uhr. An der Rosendahler Straße, an der Schwelmer Straße und an der Eichholzstraße waren Bäume derart vom Sturm ramponiert, dass von ihnen eine Gefahr ausging. Dank des Einsatzes der Feuerwehr kam niemand zu Schaden.

An der Wittener Straße hatten die Windböen eine Werbetafel derart heftig erfasst, dass sie auf den Gehweg stürzte. Eine weitere Werbetafel wurde an der Hagener Straße Opfer der Orkanböen. Auch hier war das schnelle Handeln der Feuerwehr gefragt, um Schlimmeres zu verhindern. In der Asker Straße war außerem ein Gully verstopft, was für einen weiteren Einsatz der Gevelsberger sorgte.

Schwelm

In Schwelmblieb es am Wochenende mehr oder weniger ruhig. Zumindest die Feuerwehr blieb von stürmischen Einsätzen weitgehend verschont. Den dicksten Brocken musste die Wehr schon am Freitag Nachmittag aus dem Weg räumen. An der Talstraße / B7 in Höhe Stadtgrenze war ein großer Baum auf den Radweg gestürzt. Teile des Geäst ragten bis auf die B 7. Während die Feuerwehr den Baum zersägte und von Fahrbahn und Radweg räumte, drohte der Sturm einen weiteren Baum, wenige Meter weiter, niederzureißen. Die Einsatzkräfte beseitigten daraufhin mit Hilfe der Technischen Betriebe auch diese Gefahrenquelle.

Ein Fall für die AVU wurde am Samtag Morgen um 7.30 Uhr ein umgestürzter Strommasten an der Wittener Straße in Linderhausen. Ein Trupp des Energieversorgers konnte den Schaden und die Gefahrenquelle in Eigenregie beseitigen.

Alarmiert wurde die Wehr am Mittag wegen eines umgestürzten Baumes an der Hagener Straße. Stamm und Geäst fielen gegen die Seitenwand eines Hauses. Die Feuerwehr musste nicht einschreiten.

Der Baum befand sich auf einem Privatgrundstück, der Eigentümer habe ein Unternehmen mit der Beseitigung beauftragt, teilte die Wache mit.