Studenten aus ganz Deutschland kamen, um von ihm zu lernen

Wuppertal..  Professor Dr. Hans Hölemann ist am Sonntag, 11. Januar, im Alter von 79 Jahren in Dortmund gestorben. Er gehörte 1975 zu den ersten Professoren des neugegründeten Fachbereichs Sicherheitstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal und hatte bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2000 einen Lehrstuhl für Brand- und Explosionsschutz inne.

„Hans Hölemann war ein äußerst engagierter und fachkompetenter Brandschutz-Experte und Hochschullehrer. Wir verlieren nicht nur einen sehr angesehenen Wissenschaftler, sondern auch einen ausgesprochen netten Kollegen“, so sein ehemaliger Student und langjähriger Fachkollege Professor Dr. Uli Barth.

Werdegang und Spezialisierung

Hans Hölemann, geboren 1935 in München, studierte Chemie in Münster und Erlangen. Er promovierte und spezialisierte sich auf Gebieten der Phosphor- und Phosphorschwefelchemie in nichtwässrigen Lösungsmitteln. Hölemann war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anorganische Chemie der Universität Erlangen tätig sowie als Forscher und Entwickler in der „Forschungsstelle für Acetylen“ in Dortmund. 1975 kam er als Hochschullehrer nach Wuppertal.

Professor Hölemann war maßgeblich an der Einrichtung des Studiengangs Sicherheitstechnik an der Bergischen Universität und der Entwicklung des Studienschwerpunkts „Brand- und Explosionsschutz“ beteiligt.

Er engagierte sich in der akademischen Selbstverwaltung, war mehrfach Prodekan und zwölf Jahre lang Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses Sicherheitstechnik.

Einmaliges Fachgebiet

Lehr- und Forschungsschwerpunkte von Professor Hölemann waren unter anderem Brandentstehung und Entstehungsbrand, technische Anlagen und Einrichtungen für den Brandschutz, betrieblicher Brandschutz sowie Brandbekämpfung. Aus ganz Deutschland kamen Studierende nach Wuppertal, um in dem über lange Zeit einmaligen Fachgebiet ihr Studium als Brandschutz-Ingenieur zu absolvieren.

2002 wurde Prof. Hölemann von der Vereinigung zur Förderung des Brandschutzes (vfdb) mit der Heinrich-Henne-Medaille für seine hervorragenden Verdienste um die technisch-wissenschaftliche Entwicklung des Brandschutzes geehrt.