Streit um Kandidatur auf Facebook und im Rat

Das Thema der gemeinsamen Stellenausschreibung beschäftigt die gesamte Stadt und natürlich auch die SPD-Fraktion. In der vergangenen Sitzung des Stadtrats kochte das Thema nun extrem hoch.

Es ging um Wahlkampf und das Gebaren einzelner SPD-Ratsmitglieder auf dem sozialen Netzwerk Facebook.

CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Flüshöh hatte zum Haushalt bereits alles gesagt, als er sich an die Sozialdemokraten wandte: „Einige ihrer Mitglieder haben im Wahlkampf eine Grenze überschritten. Machen Sie sich überhaupt Gedanken darüber, was sie Außenstehenden damit antun?“, ereiferte er sich und nannte namentlich Fraktions-Chef Gerd Philipp, Thorsten Kirschner, Ralf Bosselmann und Detlef Wapenhans.

Laut Flüshöh sollen sie sich in einer Schwelmer Gruppe auf der sozialen Internet-Plattform nicht nur despektierlich zum generellen Prozedere geäußert haben, sie sollen auch in den Raum geworfen haben, dass das Ausschreibungsverfahren nur noch ein Schaulaufen sei. Längst sei entschieden, dass CDU-Kreistagsmitglied Markus Tempelmann, ehemaliger Kämmerer in Breckerfeld und aktuell in gleicher Funktion in Halver, der Kandidat werde. Tempelmann hatte sich im Jahr 2010 auch auf die Stelle des Ersten Beigeordneten in Schwelm beworben. Diese Spekulationen, so Flüshöh, seien völlig aus der Luft gegriffen, das Verfahren sei komplett offen.

Thorsten Kirschner reagierte für die SPD-Fraktion: „Den Namen haben nicht wir in die Runde geworfen. Das war das ehemalige Grünen-Ratsmitglied Michael Zander. Ich persönlich kannte den Namen überhaupt nicht.“

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