Streik in Kitas, Ämtern und Beratungsstellen

Ennepe-Ruhr..  Im Sozial- und Erziehungsdienst wird am morgigen Mittwoch wieder gestreikt. Davon betroffen sind auch Kitas, Beratungsstellen und die Sozial- und Jugendämter. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft hat Arbeitnehmer dazu aufgerufen.

Nach Angaben der Gewerkschaft hätten die Arbeitgeber noch immer kein Angebot vorgelegt. „Nach wie vor haben sie keine Bereitschaft erkennen lassen, die gute Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aufwerten zu wollen“, heißt es in der Mitteilung von der Gewerkschaft Verdi. Dies sei nicht nachvollziehbar, weil den Beschäftigten auch in der Öffentlichkeit regelmäßig bestätigt werde, dass in dieser Tarifrunde die Aufwertung kommen müsse, die den Anforderungen ihrer Arbeit entspricht.

Die Diskussion mit den Arbeitgebern zur Eingruppierung der Erzieherinnen und Erzieher mache deutlich, dass die Positionen weit auseinander liegen, sagte Bezirksgeschäftsführer Ulrich Padberg.

In Schwelm, Gevelsberg, Hagen, Lüdenscheid, Hattingen und Witten kann es zu Schließungen der kommunalen Kitas kommen. Die Eltern sind informiert, heißt es bei Verdi. Ausfälle seien in der Arbeit der Sozial- und Jugendämtern zu erwarten.

Die Beschäftigten werden am Mittwoch an einer regionalen zentralen Kundgebung in Dortmund teilnehmen. Für die aufgerufenen Mitglieder werden Busse eingesetzt.

Nächste Verhandlungsrunde

Verdi fordert eine Aufwertung der Beschäftigung im Sozial- und Erziehungsdienst durch eine bessere Eingruppierung. Dies würde durchschnittlich zu einer Einkommensverbesserung von zehn Prozent führen. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern würden auch die mehr als 500 000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern. Tarifverträge dieses Bereichs orientieren sich, laut Verdi, im Volumen an den kommunalen Einrichtungen. Die Eingruppierungsmerkmale für die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste seien seit 1991 nicht mehr verändert worden, so die Gewerkschaft.

Die nächsten Verhandlungen finden am 20. und 21. April in Frankfurt statt.