Straßenname in Windeseile erklärt

Der Hinweis kam in Windeseile.

In unserem gestrigen Bericht über die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 17 „Windstraße“ hieß es, dass Stadtplaner Ulrich Höhl nicht genau sagen könne, woher die Bezeichnung stammt. Hans Hermann Pöpsel, Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtgeschichte liefert die Erklärung, die in dem von ihm gemeinsam mit Stadtarchivarin Frauke Blum und Karl-Heinz Giesick herausgegebenen Buch „Die Namen der Straßen in Ennepetal“ zu finden ist: „Als das Baugebiet Julius-Bangert-Straße entstand, hieß die geplante Straße, die jetzige Julius-Bangert-Straße, im Bebauungsplan der Stadt noch „Windstraße“, weil es in Milspe, genau wie in Voerde, eine im Volksmund so genannte ,Windecke’ gab. Die lag ungefähr in dem Bereich Rüggeberger/Deterberger/Julius-Bangert-Straße. Erst nach Fertigstellung entschied sich der Stadtrat 1970 für den Namen des sozialdemokratischen Nazi-Gegners Julius Bangert“.

Wie gut, dass es engagierte Menschen gibt, die die Geschichte Ennepetals festhalten und dafür sorgen, dass sie nicht vom Winde verweht wird.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE