Stobbe will Querfinanzierung über Verkauf der Wilhelmshöhe

Schwelm..  Bürgermeister Jochen Stobbe wehrt sich gegen den Vorwurf, er wolle die große Lösung verhindern und betont, dass er Befürworter sei, in Linderhausen zwei neue Kunstrasenplätze entstehen zu lassen. „Ich favorisiere überhaupt keine Lösung, es geht einzig darum, Geld für die Finanzierung zu gewinnen.“

Die kleine Bebauung sei Vorschlag eines Planers gewesen, der diese als „öffentlich vertretbar und durchführbar ansieht.“ Bei der anderen Varianten müsse den Bürgern erklärt werden, warum eine Riegelbebauung den Blick auf das Schwelmer Schmuckkästchen Haus Martfeld von der Hauptstraße aus versperre. „Wir müssen auch den Menschen zuhören, die das Ensemble Martfeld anders entwickeln wollen.“ Ebenso bei dem im Anhang zur Verwaltungsvorlage aufgeführten angenommenen Verkaufserlös von 900 000 Euro sieht er sich missverstanden.

„Diese Summe ist das schlechtestes anzunehmende Ergebnis. Erzielt der Verein eine höhere Summe, wird selbstverständlich mit dieser geplant.“ Generell müsse man vorsichtig sein, Erfolg oder Misserfolg auf den Bebauungsplan zu reduzieren. Denn Zusatzinvestitionen zum Beispiel durch den Bau eines Lärmschutzwalles Richtung Tennisanlage kämen laut Gesetz auf den Investor zu, wenn er bestimmte Abstände zum Gelände des TC Blau Weiß unterschreite.

Der Bürgermeister sieht die Lösung in einer Querfinanzierung durch den Erlös aus dem Verkauf des Sportplatzes an der Wilhelmshöhe, über deren Umwidmung zur Wohnfläche heute Abend im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung entschieden wird. „Die Politik sieht dies bisher zwar voneinander losgelöst, aber ich appelliere, das im Hinterkopf zu halten.“

Außerdem nimmt er die Vereine in die Pflicht, sich Sponsoren zu suchen und die Kosten durch Eigenleistung zu drücken. Dies gelte vor allem für den geplanten Bau des Kabinen- und Vereinsheimtrakts, für den bisher immer wieder die Summe von zusätzlichen 600 000 Euro genannt wird.