Sternennächte

Der Winter ist überhaupt nichts für mich. Ich hab lieber 40 Grad schwüle Hitze als Sonnenschein bei 4 Grad. Einer der wenigen Lichtblicke in dieser Zeit ist für mich der Sternenhimmel, der gerade durch die klirrende Kälte außergewöhnlich klar ist. Die Überwindung ist zwar groß, ab für das funkelnde Spektakel nehme ich auch mal minus 4 Grad in Kauf.

Ich bin nur froh, dass die beiden wichtigsten Termine für Sternenfreunde allesamt nicht in den bitterkalten Wintermonaten sind. Am 20. März wird es eine partielle Sonnenfinsternis geben, bei der sich die Sonnenscheibe etwa zu 80 Prozent verdunkelt. Der Höhepunkt ereignet sich vormittags gegen 10.40 Uhr und dauert wenige Minuten. Selbst wenn es eiskalt ist, muss man nicht lange draußen ausharren.

Und Minustemperaturen gibt es sicherlich nicht am 28. September, wenn eine Mondfinsternis gegen 4 Uhr morgens für ein blutrotes Schauspiel sorgt.

Der einzige Nachteil im Sommer sind für mich die kurzen und eher diesigen Sternennächte. Manchmal denke, ich dass es besser wäre, ein neues Hobby zu suchen, aber beim Anblick des Himmels vergesse ich das jedes Mal.