Steigende Zahlen beim Teilhabepaket

Ennepe-Ruhr..  Fast 10 000 Mal konnte das Jobcenter EN im vergangenen Jahr Kinder und Jugendliche mit Mitteln aus dem Bildungs- und Teilhabepaket unterstützen. Im Vergleich zu 2013 stieg der Zahl der bewilligten Anträge von 8.813 auf 9.942. Das ist ein Plus von dreizehn Prozent.

Von den ausgezahlten 1,64 Millionen Euro (Vorjahr 1,45) profitierten 8.062 Kinder und Jugendliche. „Die Zahlen zeigen: Einige Familien haben für ihre Kinder mehrere Anträge gestellt und wurden mehrfach unterstützt“, erläutert Katrin Brüninghold vom Jobcenter EN.

Pro Leistung ein Antrag

Mit dem Bildungspaket beteiligt sich der Bund seit 2011 an Ausgaben für den Schulbedarf, für eintägige und mehrtägige Ausflüge von Schulen und Kindertageseinrichtungen, für Nachhilfeunterricht, für das Mittagessen in Schule, Kindergarten oder Hort, für die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben inklusive der Ausrüstungsgegenstände sowie für die Schülerbeförderung.

Je nach Leistung gibt es Vorgaben für das Alter der Kinder und die Höhe der möglichen Unterstützung. Grundsätzlich gilt: Außer beim persönlichen Schulbedarfspaket, das pauschal automatisch zweimal pro Jahr gezahlt wird, muss jede Leistung einzeln beantragt werden.

Mit 4.140 positiven Bescheiden war die Mittagsverpflegung 2014 im Kreis unter den erfolgreichen Anträgen am häufigsten vertreten. Damit verbunden waren Auszahlungen von knapp über 500.000 Euro.

Auch für Schulfahrten

Auf Platz zwei folgten 2.803 Unterstützungen für die soziokulturelle Teilhabe, also Übernahme von Mitgliedsbeiträgen für Sportvereine oder Kosten für Musikunterricht. Stark gefragt war auch die Übernahme von Kosten für Ausflüge und Fahrten (1.828). In den Bereichen Schülerbeförderung und Lernförderung konnten 754 beziehungsweise 417 Hilfen gegeben werden. Für das ohne Antrag auszuzahlende Schulbedarfspaket verbuchte das Jobcenter EN Überweisungen von gut 489.000 Euro zugunsten von 5.800 Kindern und Jugendlichen.