Staudenvielfalt im Garten erweitern

Gevelsberg..  Der Frühling hat begonnen und somit auch die Zeit, in der die Blumen, Bäume und Sträucher in vielen Farben blühen. Aus diesem Anlass haben die Mitglieder der Lokalen Agenda 21 am vergangenen Wochenende zum 15. Mal zur Pflanzentauschbörse eingeladen.

Gärtner und Pflanzenfreunde versammelten sich am Sonntag schon früh auf dem Hof von Bauer Jacobi, um ihre Pflanzen zur Schau zu stellen. Starten sollte die jährliche Tauschbörse für Pflanzen gegen 11 Uhr, doch schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn waren die ersten Käufe schon getätigt.

Gustav-Adolf Schmidt ist Stellvertreter der Agenda-Vorsitzenden Annette Bußmann und bewundert jedes Jahr aufs Neue die schöne Atmosphäre am Hof: „Es hat etwas Heimisches,“ sagt er. Auch die Käufer und Käuferinnen, wie Edelgard Wild, kommen gerne zum Hof von Bauer Jacobi: „Ich komme schon ewig hier her, um meine Kartoffeln zu kaufen. Ich bin gerne bei der Pflanzentauschbörse und schaue mich nach schönen Blumen um,“ erzählt sie.

Vollgepackte Autos

Am Hof gab es keine Standgebühren. Gärtner, Hobbygärtner und Pflanzenfreunde werden eingeladen, um ihre vielfältigen Pflanzen zu verkaufen. „Wir wollen die Gartenkultur fördern,“ gibt der stellvertretende Agenda 21-Vorsitzende zu. Dies scheint zu funktionieren, denn viele kommen mit vollgepackten Autos an und verlassen die Tauschbörse mit doppelt so vielen Pflanzen. Auch Annette Bußmann ist, wie sie gesteht, eine davon: „Meistens komme ich schon mit vielen Pflanzen und Büchern hier an, nehme dann aber mehr mit nach Hause, als ich mitgebracht habe,“ lacht sie.

Die Gartenkultur fördern möchte auch Ingrid Adelt, in ihrem Garten wachsen etwa 900 verschiedene Stauden. Diese möchte sie an andere Pflanzenliebhaber weiter vermitteln: „Ich möchte die Staudenvielfalt erweitern, damit nicht immer nur die typischen Pflanzen in den Bauerngärten wachsen. Dafür bin ich hier.“

Neben den Pflanzenverkaufständen gibt es auch kleine Spendentische, wo sich jeder gegen eine kleine Spende für das Bürgerhaus nehmen kann, was er möchte. „Damit wollen wir sozial gerecht werden und auch den Menschen die Chance geben etwas zu kaufen, was sie sich sonst vielleicht nicht leisten können,“ sagt Gustav-Adolf Schmidt.

Brutkästen und Honig

Damit alle Besucher auf ihre Kosten kamen, wurden neben Pflanzen auch Brutkästen, Bausätze und Apfelsaft vom Naturschutzbund Ennepe-Ruhr sowie unterschiedliche Dekoartikel und Schmuck angeboten. Auch wem zu Hause der Honig ausgegangen war, kam auf seine Kosten: Imker Ottmar Roswora bot Honig seiner eigenen Bienen an, die er im Bürgergarten züchtet. Für ausreichend Essen und Trinken hat die lokale Agenda 21 ebenfalls gesorgt.

Die nächste Veranstaltung ist der Agenda-Tausch&Trödel-Markt am 16. Mai auf dem Rathaus-Vorplatz.

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