Stadtteilbüro läuft noch nicht richtig

Runder Tisch: Im „Voerder Eck“ diskutierte Stadtteilbüroleiterin Pia Grebe (2. von links) mit Vetretern von Vereinen und Organisationen.
Runder Tisch: Im „Voerder Eck“ diskutierte Stadtteilbüroleiterin Pia Grebe (2. von links) mit Vetretern von Vereinen und Organisationen.
Foto: WP

Ennepetal..  Warum wird das Stadtteilbüro im „Voerder Eck“ nicht so angenommen, wie es sich die Verantwortlichen bei der Eröffnung im Juni 2014 vorgestellt haben? „Es liegt nicht an der Arbeit von Pia Grebe“, sagte Elke Zeller vom Fachbereich Gesundheit und Soziales in der Kreisverwaltung, bei der Eröffnung des zweiten „runden Tisches“ in Voerde.

Einen der vielen möglichen Gründe nannte später Achim Spannagel, Geschäftsführer der Baugenossenschaft „Die Voerder“, die wie die Stadt Ennepetal und die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe (FAN) Kooperationspartner des Stadtteilbüros ist: „In Voerde gibt es gute und stabile Strukturen.“ Dennoch gebe es noch viel zu tun für ein Miteinander.

Ob die im Stadtteilbüro stattfindende Formularhilfe oder der Nähtreff von den ehrenamtlich Tätigen weitergeführt werden, sei noch offen, gab Pia Grebe bekannt. Sehr gut gelaufen sei die Veranstaltung mit der Stadtbücherei zum Thema E-Books. Auch stünden jetzt für den Spieletreff immer aktuelle Spiele zur Verfügung. Der Weltspiele-Tag werde am 31. Mai in Voerde groß begangen.

Stadtbücherei-Leiterin Verena Lückel brachte beim „runden Tisch“ eine weitere Aktion ins Gespräch und fand Anklang. „Bücherexpress“ hieß es. Menschen, die nicht mehr den Weg in die Stadtbücherei schaffen, sollen die Bücher nach Hause gebracht bekommen. Verena Lückel denkt auch ans Vorlesen. Aber, wie bei allen Aktionen, benötige man ehrenamtliche Helfer.

Das Stadtteilbüro möchte in Voerde Menschen zusammenbringen, wie Pia Grebe es nannte. Viele Aktionen wurden vorgeschlagen: zum Beispiel Lebensmittelbringdienst. Sabine Hofmann, Senioren- und Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, wies in diesem Zusammenhang auf die gegenwärtige Arbeit der Stadt hin, die Kontakte zu den Einzelhändlern suche. Waldemar Guderian von der Dorfgemeinschaft „Freistaat Oberbauer“ berichtete von dem Vorhaben, in Oberbauer einen „Ehrenamts-Laden“ zu eröffnen. Manfred Michalko, der Vorsitzende des Vereins „Der Blumenstrauß“, schilderte das Anliegen seines Vereins: Not lindern.

Weitere Vorschläge für Voerde: Repair-Café, Computer-Sprechstunde. Auch könnten ältere Mitbürger mit dem Smartphone vertraut gemacht werden. Achim Spannagel: „Hier im Raum der Nachbarschaftshilfe ,Voerder helfen Voerdern’ gibt es jetzt WLAN.“

Demenz-Vortragsreihe geplant

Die Diplom-Sozialpädagogin Pia Grebe will im Herbst eine Vortragsreihe zum Thema „Demenz“ durchführen und eine Veranstaltung unter dem Motto „Zuhause alt werden“. Auch will sie Kontakte knüpfen, unter anderem auf Vorschlag von Waldemar Guderian mit dem VdK, um auch in Voerde Sprechstunden anzubieten. An der Veranstaltung nahmen auch Rita Hoppe von der Pflegeberatung der Stadt teil, ebenso SPD-Stadtrat Günter Koretz.

Man wird sich im Herbst wieder treffen. Sabine Hofmann sagte es: „Bei so einer Arbeit braucht man einen langen Atem.“