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Stadt schreibt Schulverpflegung aus

15.03.2016 | 21:00 Uhr
Stadt schreibt Schulverpflegung aus
Foto: STEFAN AREND

Ennepetal. „Cook & Freeze“ und „Cook & Chill“: Das sind die Verfahren, nach denen an den Ennepetaler Schulen das Mittagessen zubereitet wird. Die Stadt schreibt die Verpflegung nun neu aus. Die Aufträge sollen für einen Zeitraum von drei Jahren, beginnend mit dem kommenden Schuljahr 2016/2017 vergeben werden.

Im vergangenen Jahr, kurz vor den Sommerferien, war das Wuppertaler Unternehmen Vitesca, das die Grundschulen, die städtischen Kindertagesstätten sowie Haupt- und die Förderschule beliefert hatte, in die Schlagzeilen geraten, nachdem der Fernsehsender RTL über mangelhafte Hygiene berichtet hatte. Die Stadt Ennepetal hatte damals die Vereinbarungen mit Vitesca gekündigt. Bis zu den Ferien wurden in den Einrichtungen improvisiert, anschließend übernahm ein neuer Anbieter die Verpflegung. Allerdings konnte der Auftrag aufgrund der Kurzfristigkeit nur für ein Jahr vergeben werden.

Nun sollen wieder längerfristige Verträge abgeschlossen werden. Der Fachbereich Bildung, Kultur, Sport und Freizeit stellte im Schulausschuss Ablauf und Kriterien vor. Grundsätzlich will die Verwaltung auf die an den Schulen jeweils bereits eingeführten Systeme zurückgreifen, weil diese sich bewährt hätten und die sachliche und personelle Ausstattung bereits vorhanden sei. Die Ausschreibung soll in drei Lose aufgeteilt werden:

Aufteilung in drei Lose

1. Reichenbach-Gymnasium: Die Verpflegung soll nach dem Verfahren „Cook & Freeze“ erfolgen, ergänzend soll in der Mensa auch frisch gekocht werden. Das Personal stellt der Caterer.
2. Grundschulen: Alle Grundschulen sollen von einem Anbieter nach dem System „Cook & Chill“ verpflegt werden. Eine Personalgestellung ist nicht erforderlich, da im Rahmen des Offenen Ganztagsbetriebs Personal eingesetzt wird.
3. Sekundarschule: Ein Anbieter soll an beiden Standorten (Amselweg/Breslauer Platz) für die Verpflegung nach dem System „Cook & Freeze“ sorgen. Die Ausgabe übernimmt städtisches Personal.

Aufgrund der Größenordnung der jeweiligen Aufträge muss die Ausschreibung europaweit erfolgen. Die Verwaltung erklärte, dass die Verpflegungssysteme mit den Schulen im Vorfeld besprochen und abgestimmt worden seien.

„Cook & Chill“ bedeutet, dass die Mahlzeiten bzw. einzelne Komponenten in einer Zentralküche zubereitet, innerhalb von 90 Minuten auf 2 bis 4 Grad abgekühlt und verpackt werden. Bei 2 bis 3 Grad aufbewahrt sind die Speisen drei bis fünf Tage lang haltbar. Das Aufwärmen erfolgt dann in der jeweiligen Schule in speziellen Geräten, so genannten Konvektomaten.

Als Vorteile dieses Verfahrens führt die Verwaltung die gute sensorische Qualität, geringe Nährstoffverluste, die Flexibilität in Bezug auf die Zahl der Essensteilnehmer, die Anpassungsmöglichkeiten an die Essenszeiten, die relativ geringen Investitionen in die Küchenausstattung, den geringen Personalbedarf, mittlere Betriebskosten und einen geringen Preis pro Essen auf. Nachteile seien dem gegenüber die Notwendigkeit, dass das Essen aus ernährungsphysiologischer Sicht durch frische Komponenten ergänzt werden müsse, der hohe Energieaufwand in der Produktionskette und die Tatsache, dass die Kühlkette nicht unterbrochen werden dürfe.

Die gleichen Vor- und Nachteile

Das Verfahren „Cook & Freeze“ beinhaltet, dass die Speisen extern zubereitet, portioniert und tiefgefroren werden. Die Lagerung und Lieferung erfolgt bei minus 18 Grad. Diese Temperatur muss bis zur Zubereitung konstant gehalten werden. Das Essen wird im Heißluftdämpfer oder Kombigerät erwärmt portioniert und ausgegeben.

Die Vor- und Nachteile des „Cook & Freeze“-Systems entsprechen denen beim „Cook & Chill“.

Hartmut Breyer

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2016-03-15 21:00
Ennepetal