Stadt prüft Videoüberwachung

Eine Kamera wie diese könnte bald den Bereich vor der Stadtbücherei kontrollieren.
Eine Kamera wie diese könnte bald den Bereich vor der Stadtbücherei kontrollieren.
Foto: dpa

Gevelsberg..  Die Stadt Gevelsberg will datenschutzrechtlich überprüfen lassen, ob eine Überwachung des Vorplatzes der Stadtbücherei an der Wittener Straße realisierbar ist. Das erklärte Bürgermeister Claus Jacobi auf eine Anfrage des Ratsherrn Heiko Schack von der Fraktion der FWG/FDP.

Die Stadtverwaltung hatte das Areal vor der Stadtbücherei beleuchten lassen, um diejenigen abzuschrecken, die dort nachts regelmäßig feiern und ihren Müll hinterlassen. Die Beleuchtung habe eher anziehend gewirkt, meint Schack. Auch befürchte er, dass wegen der Parkplätze direkt an der Bücherei auch mit harten Drogen gehandelt werden könnte.

„Mit solchen Feststellungen bin ich vorsichtig“, argumentierte Jacobi. Die Stadt verschließe aber nicht die Augen vor dem Problem: „Uns ist klar, dass man etwas vor der Stadtbücherei tun muss.“ Deshalb würde die Verwaltung über eine Kameraüberwachung nachdenken. Wenn es damit keine rechtlichen Probleme gebe, könnten Kameras auch an weiteren Brennpunkten im Stadtgebiet angebracht werden.

Außerdem - so Jacobi in Beantwortung einer Bürgeranfrage - wollen die Technischen Betriebe der Stadt die Außenanlagen der Stadtbücherei grundlegend überarbeiten. Dann käme auch die Bronzeskulptur „Große Liegende“ von dem Bildhauer Karl-Henning Seemann besser zur Geltung. Gegen eine Verlegung des Kunstwerks in den Park am Ennepebogen, wie es in der Bürgeranfrage vorgeschlagen wurde, spricht sich die Stadtverwaltung aus. Die „Große Liegende“ stamme aus einer Zeit, in der bei der Errichtung von öffentlichen Gebäuden zwangsweise auch in Kunst investiert werden musste. Somit sei die Skulptur eigentlich geschichtlich untrennbar mit dem Gebäude verbunden.

In Schwelm gab es schon vor einigen Jahren Plänen, das Gelände dere ehemaligen Hauptschule Ost mit Kameras zu überwachen. Damals gab es jede Menge Ärger wegen Vandalismus und Farbschmierereien. Die Stadtverwaltung hatte allerdings aus rechtlichen Gründen von einer Videoüberwachung Abstand genommen.