Spenden für Menschen in Kobane

Ennepetal..  Mahmut Malla möchte seinen Landsleuten in Kobane und Umgebung helfen. Der Syrer, der im Aksu Grill an der Voerder Straße arbeitet, hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Er bittet um warme Kleidung wie Winterjacken, Mützen, Schals, Schuhe und Stiefel, die er in die monatelang umkämpfte und zeitweise von der Miliz „Islamischer Staat“ (IS) beherrschte Stadt im kurdischen Teil Syriens schicken wird. Der Kinderschutzbund und der Integrationsrat unterstützten den Aufruf.

Stadt liegt in Trümmern

Die Bilder, die in diesen Tagen aus Kobane, der Großstadt nahe der türkischen Grenze, gezeigt werden, sind erschütternd. Zwar haben kurdische Kämpfer die Stadt von den Dschihadisten des IS befreien können – doch zurück blieb ein Trümmerfeld. Dennoch kehren tausende Bewohner zurück, die vor dem IS in Richtung Türkei geflüchtet waren. „Sie alle haben nur noch das, was sie anhaben“, erklärt Mahmut Malla. Daher würden syrische Landsleute in ganz Deutschland Spendenaktionen starten. „Wir haben Kontakt zu kurdischen Gruppen in Kobane und Umgebung“, erklärt Mahmut Malla. Diese würden die Verteilung der Sachspenden übernehmen.

Angesichts des derzeit herrschenden Winters und mangelnder Stromversorgung benötigten die Menschen nicht zuletzt warme Kleidung. Daher werden alle, die etwas entbehren können, insbesondere auch Kleidungsstücke für Kinder, gebeten, um Spenden gebeten. Petra Backhoff vom Vorstandsteam des Kinderschutzbundes und Giuseppe Bianco, der Vorsitzende des Integrationsrates, rufen dazu auf, die Aktion zu unterstützen. „Wir wollen damit unterstreichen, dass die Menschen in dem Gebiet auf Hilfe angewiesen sind“, erklären beide.