SPD stimmt sich auf den Wahlkampf ein

Jahreshauptversammlung der SPD in Ennepetal: Von links Ennepetals SPD-Vorsitzender Christian Zink, Landratskandidat Olaf Schade, Ennepetals Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg, Vize-Fraktionschef Jörgen Steinbrink, Dr. Petra Kappe, Bürgermeisterkandidatin in Breckerfeld, Peter Schnurbusch, Ehrenvorsitzender der Ennepetaler SPD und der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer.
Jahreshauptversammlung der SPD in Ennepetal: Von links Ennepetals SPD-Vorsitzender Christian Zink, Landratskandidat Olaf Schade, Ennepetals Bürgermeisterkandidatin Anita Schöneberg, Vize-Fraktionschef Jörgen Steinbrink, Dr. Petra Kappe, Bürgermeisterkandidatin in Breckerfeld, Peter Schnurbusch, Ehrenvorsitzender der Ennepetaler SPD und der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer.
Foto: WP

Ennepetal..  Über 80 Mitglieder (von 201) der SPD stimmten sich gestern in der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Ennepetal auf den Bürgermeister-Wahlkampf ein. Ortsvereins-Vorsitzender Christian Zink und der Vizechef der Fraktion, Jörgen Steinbrink, sowie der Ehrenvorsitzende der SPD, Peter Schnurbusch, attackierten die gemeinsame Kandidatin von CDU, Grüne, FDP und Freien Wählern, Imke Heymann.

Die SPD-Kandidatin und derzeitige Erste stellvertretende Bürgermeisterin Anita Schöneberg stellte ihr Programm vor. „Ja, ich möchte das Haus Ennepetal als Kultur-und Bürgerzentrum erhalten.“ Anita Schöneberg wiederholte ihre Aussage von der Diskussion beim Heimatverein Milspe: „Das Gebäude ist über Jahre vernachlässigt worden, aber die Statik gilt als sanierungsfähig. Das Haus Ennepetal wird von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen: Es funktioniert.“

Als die Kandidatin von den Ortsteilen sprach, brachte sie wieder die Bezeichnung „Heimatglück“ an. Ihr zentrales Thema überschrieb Anita Schöneberg mit der Überschrift: „Von der Kita bis zum Berufsstart: Kein Kind zurücklassen“. Sie propagierte eine „konsequente Vernetzung und Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur“. Eine vom FDP-Fraktionschef Michael Haas angedeutete Verhinderungspolitik durch eine Mehrheit, kanzelte Anita Schöneberg mit dem Satz ab: „Solch eine undemokratische Einstellung hat Ennepetal nicht verdient“. Zur Aussage ihrer Mitbewerberin Heymann, die Stadtverwaltung wie einen Industriebetrieb führen zu wollen, sagte Schöneberg: „Hier spielt man mit den Ängsten von Mitarbeitern.“

Der Ehrenvorsitzende der Ennepetaler SPD, Peter Schnurbusch, ging auf die Berufstätigkeit der Kandidatin Heymann ein und sagte: „Eine Kaufhof-Strategie für Ennepetel, nein Danke.“ Schnurbusch nahm auch zu Äußerungen des CDU-Politikers Walter Faupel Stellung, der der SPD „Führungslosigkeit“ vorgeworfen hatte. Schnurbusch erinnerte an die Querelen in der CDU, mit der dadurch ausgelösten Spaltung der CDU-Fraktion.

Frauen-Power

Der SPD-Vorsitzende Christian Zink sprach von einer „Frauen-Power“ im Ortsverein mit den beiden Bürgermeisterkandidatinnen Anita Schöneberg (Ennepetal) und Dr. Petra Kappe (Breckerfeld). Christian Zink richtetet einen Appell das das „sogenannte Zweckbündnis“ von CDU, FDP, Grünen und Freien Wählern: „Kehren sie sofort zur ihrer Sachpolitik zurück. Ihr Bündnis führt zum Ausverkauf Ennepetaler Interessen und dient nur dem Machterhalt.“

Für den erkrankten Fraktionschef Volker Rauleff, gab Vize Jörgen Steinbrink den Bericht. Er erinnerte u. a. daran, wie einst die CDU Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen aufs Schild gehoben habe. Jetzt kritisiere sie Bürgermeister Wiggenhagen und lasse ihn fallen und mache ihn für Entscheidungen verantwortlich. „Dabei hat die CDU doch jahrelang immer die Mehrheit gehabt.“ sagte Jörgen Steinbrink.

In der Versammlung im Haus Ennepetal, an der auch der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer und Landratskandidat Olaf Schade teilnahmen, forderte der Vorsitzende der Jungsozialisten, Fabian Jakobs, die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes.