Sparschweine für Heimatfestzug

Horst Beckenhusen wirft im Nobis-Krug das erste Geld in ein Sparschwein der Förderinitiative Schwelmer Heimatfest. Die Dacho-Vorsitzende Christiane Sartor (rechts) hofft auf viele Spendenfür den Festzug. In der Mitte: Künstlerin Christa Wolff.
Horst Beckenhusen wirft im Nobis-Krug das erste Geld in ein Sparschwein der Förderinitiative Schwelmer Heimatfest. Die Dacho-Vorsitzende Christiane Sartor (rechts) hofft auf viele Spendenfür den Festzug. In der Mitte: Künstlerin Christa Wolff.
Foto: Janice Holtz

Schwelm..  25 neue weiße Sparschweine werden in den nächsten Tagen in Schwelmer Gaststätten und Geschäften aufgestellt. Seit dem Jahr 2003 sammelt die Förderinitiative Schwelmer Heimatfest mit ihrer Sparschweinchenaktion Geld für den Heimatfestzug. Das Ganze beruht auf einer alten Tradition aus den 70er und 80er Jahren, in denen Sparschweine in den Gaststätten aufgestellt worden sind, um Geld zu sammeln. Die Idee hat die Förderinitiative erfolgreich übernommen.

Einige der Gaststätten- und Geschäftsinhaber sind schon von Anfang an dabei. Besas Sotirios vom „Nobis-Krug“ an der Potthoffstraße ist einer von ihnen: „Für mich ist die Aktion eine gute Sache und jedes Jahr geben wir alles, um so viel Geld wie möglich für den Festzug zu sammeln.“

Dreimal hat Sotirios Gaststätte schon einmal den ersten Platz bei der Sammelaktion gemacht. Die Idee hinter dem Ganzen ist, dass die Gäste der Kneipen und Läden kleine Spenden in die Sparschweine an den Kassen oder auf den Tresen werfen. Das Schweinchen an dem Ort, in dem am Ende am meisten Geld ist, gewinnt. Im vergangenen Jahr hat die Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ in der Winterberger Straße das Schweinchen mit den meisten Münzen und Scheinen auf dem Tresen stehen gehabt.

Traditionsgemäß wird das erste Schweinchen beim Sieger des Vorjahres aufgestellt, doch weil der Winterberger Wirt Heinz Höh verstorben ist, hat sich die Förderinitiative Schwelmer Heimatfest nun bei dem Zweitplatzierten getroffen: dem Nobis Krug.

Sotirios stellt sein Schwein in die Mitte des Tresens. „Viele Gäste wissen von der Aktion und wollen oftmals kein Rückgeld“, erklärt Sotirios. „Dann kommen die Zehn-, Zwanzig- oder Fünfzigcentstücke, genauso wie das Trinkgeld in das Sparschwein.“ Im vergangenen Jahr sind durch die Aktion 1196 Euro gesammelt worden.

Geld geht an die Nachbarschaften

„In diesem Jahr wollen wir den Betrag knacken und noch mehr Geld einnehmen“, sagt der Pressesprecher der Förderinitiative Jochen Tewes. Gemeinsam mit den restlichen Mitteln, das die Förderinitiative durch Sponsoren und andere Aktionen einnimmt, wird das Geld aus den Sparschweinchen an die Nachbarschaften ausgeschüttet. 600 Euro hat jede der Nachbarschaften im vergangenen Jahr bekommen. Das ist für alle ein gutes Zubrot für den Heimatfestzug.