Sparkasse setzt ihren Wachstumskurs fort

Die Sparkaesse Ennepetal - Breckerfeld stellt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 vor. Hier der Vorstandsvorsitzende Bodo Bongen (rechts) und Vorstand Uwe Volkmer vor der Hauptgeschäftsstelle in Ennepetal - Milspe.
Die Sparkaesse Ennepetal - Breckerfeld stellt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 vor. Hier der Vorstandsvorsitzende Bodo Bongen (rechts) und Vorstand Uwe Volkmer vor der Hauptgeschäftsstelle in Ennepetal - Milspe.
Foto: WP

Ennepetal..  Die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld hat ihren Wachstumskurs 2014 fortgesetzt. „Wir blicken auf ein überaus zufriedenstellendes Jahr zurück“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bodo Bongen gestern bei der Vorstellung des Bilanz des Finanzinstituts. Die Bilanzsumme wuchs um 3,3 Prozent auf 717,5 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis lag bei 7,7 Million Euro, ein Plus von 300 000 Euro. Bongen betonte, dass das anhaltend niedrige Zinsniveau die Ertragssituation aller Banken und Sparkassen belaste. Dennoch habe man die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung fortsetzen können.

Keine Negativzinsen zu erwarten

Bongen und sein Vorstandskollege Uwe Volkmer sehen zudem optimistisch nach vorn. Zwar dürften die Zinsen aufgrund der Politik der Europäischen Zentralbank auf Sicht niedrig bleiben, die positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Region werde sich aber voraussichtlich fortsetzen. Bodo Bongen betonte, dass es nach jetzigem Stand auch künftig keine Negativzinsen bei der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld geben werde – „sicher nicht im Jahr 2015“. Er zeigte sich zudem überzeugt, „das das Grundvertrauen in die Sparkasse so groß ist, dass unsere Kunden weiterhin einen Großteil ihres Vermögens bei uns anlegen werden. Die Kunden wollen Sicherheit.“

In den meisten Bereichen verzeichnete die Sparkasse im vergangenen Jahr ein Plus. Im Wertpapiergeschäft wuchs das Volumen um 7,8 Millionen Euro auf 70,8 Millionen Euro. Während die Verkäufe nahezu konstant blieben, erwarben die Kunden für 38,5 Millionen Euro Wertpapiere – ein Plus von 24,2 Prozent. Insbesondere Fonds, aber auch Anlagen in Aktien und Optionsscheinen seien auf großes Interesse gestoßen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sanken die Kundeneinlagen allerdings um 8 Millionen Euro auf 525,9 Millionen Euro. Im Fünfjahresvergleich nahmen die Einlagen um 4 Prozent zu, die Wertpapierbestände um 36 Prozent.

Großes Plus bei der Baufinanzierung

Etwa auf Vorjahresniveau bewegte sich mit 70 Mio. Euro das Volumen der Darlehenszusagen. „Insbesondere bei Kontokorrentkrediten gab es 2014 einige größere Tilgungen von Unternehmen“, erklärte Bodo Bongen. „Die wissen derzeit auch nicht, wohin mit ihrem Geld.“ Daher tilgten sie Kredite, um zumindest Zinszahlungen zu reduzieren.

Erfreulich hätten sich vor allem die langfristigen Ausleihungen – für die Finanzierung von Maschinen und Wohnungen – entwickelt. Hier habe man einen Zuwachs von 9,6 Millionen Euro, das entspricht 3 Prozent, verzeichnet. Besonders stark war die Wohnungsbaufinanzierung. Mit 19,1 Millionen Euro legte die Sparkasse in diesem Geschäftsfeld um 80 Prozent zu. Bongen räumte ein, dass dies nicht zuletzt auf die Mitarbeitersituation zurückzuführen sei. Dort habe man zuletzt personell aufgestockt.

Bei der Vermittlung von Lebensversicherungen des Verbundpartners Provinzial legte die Sparkasse um 43,5 Prozent auf 6,6 Millionen Euro zu. Es habe allerdings einen Sondereffekt durch die Absenkung der Garantieverzinsung gegeben. Kunden hätten vorher noch günstigere Verträge abgeschlossen.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 1,1 Mio. Euro soll – die Zustimmung der Verbandsversammlung vorausgesetzt – zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden.