Spannender Abstecher zu den alten Römern

So macht Geschichte Spaß: Mosaike wie im alten Rom basteln die Mädchen und Jungen zum Auftakt ihrer Zeitreisen.
So macht Geschichte Spaß: Mosaike wie im alten Rom basteln die Mädchen und Jungen zum Auftakt ihrer Zeitreisen.
Foto: WP

Schwelm..  Discipuli detegunt historiam – Schüler entdecken die Geschichte. Einen Abstecher in die Antike unternahmen am Dienstag 20 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis elf Jahren. Ausgerüstet mit Farben und Bastelmaterialien ging es in die Römerzeit.

Alea iacta est, hieß es am Ende für alle. Die Würfel sind gefallen. Und zwar im wahrsten Sinne. Denn zur historischen Erkundungstour gehörte es, römische Würfel und Brettspiele selbst herzustellen.

Ganz schnell ausgebucht

Wie das geht? Die Antwort darauf kannte Svenja Wüstermann, die bei der Stadt Schwelm gerade ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert und die Idee zu dieser außergewöhnlichen Zeitreise in der Ferienzeit hatte. Bevor die Kinder zu Pinsel und Wasserfarbe griffen, erzählte die angehende Studentin per Powerpoint-Präsentation, welche Spiele die Römer spielten und wie man sie heutzutage ganz leicht nachbauen kann.

Dass das ein Volltreffer wird, deutete sich schon im Vorfeld an. Der Workshop im Haus Martfeld – die Kreativreise geht über vier Tage und in die verschiedensten Zeitepochen – war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Selbst die daraufhin neu angesetzte Wiederholung in den Sommerferien ist schon so gut wie vollbelegt.

Doch zurück zur Römerzeit, zurück zum Auftakt der Reise in die Epochen. Buntes Treiben herrschte an den Tischen im großen Seminarraum im frisch umgebauten Haus Martfeld. Neue Aufgaben warteten auf die Kinder. Nun sollten sie antike Schriftrollen herstellen und Mosaike wie im alten Rom kleben. Die sahen damals ganz anders aus, als die, die wir heute kennen, erzählt ihnen Svenja Wüstermann. „Heute verwenden wir Mosaike als Muster, die Römer haben damit ihre Bilder, zum Beispiel von den Göttern, hergestellt.“Da hören die Kinder gerne zu. So macht Geschichte Spaß.

„Am besten hat mir das Mosaikmachen gefallen“, erzählte anschließend Anna-Lea (10) aus Schwelm, die mit ihrer Schwester Johanna (8) da war. Toll war auch, dass sie eine Schatzkarte anlegen durften. „Ich fand das römische Mühlespiel am besten“, fand wiederum Celina (9) aus Schwelm. Und für David (7) aus Sprockhövel war die historische Zeitreise an diesem Tag auch deshalb eine gelungene Sache, weil es zwischendurch wieder zurück in die Gegenwart ging und in den Pausen auf der Wiese Fußball gespielt werden durfte.

Ein Lorbeerkranz zum Schluss

Und womit belohnen sich Römer, wenn ihnen etwas besonders gut gelingt? Natürlich. Mit einem schönen Lorbeerkranz. Den bastelten sich die Kinder zum Schluss, denn ihre erste Zeitreise war ein großer Erfolg. Weiter geht es am Mittwoch mit einem Stopp im Mittelalter, am Donnerstag mit einer Reise in Schwelms Vergangenheit und am Freitag mit einem Abstecher in die Renaissance und anschließend noch in die Zukunft. Den Veranstaltern blieb nach dem ersten Tag angesichts des tollen Auftaktes nur der Römerspruch: Veni, vidi, vici – ich kam, sah und siegte.