Simuliertes Zugunglück mit Schwerverletzten

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Was wir bereits wissen
Mehr als 200 Helfer und Führungskräfte des DRK Kreisverbands im Ennepe-Ruhr-Kreis, darunter die Ortsgruppen aus Ennepetal und Gevelsberg, probten auf einem Übungsgelände in Münster den Ernstfall.

Ennepetal/Gevelsberg.. Ausrichter der Großübung war die Feuerwehr Wetter. Das Szenario: Ein Zug ist gegen einen Wagen geprallt, wobei sich nicht nur die Insassen des Autos schwer verletzten, sondern auch Fahrgäste in den Zugabteilen. Um Punkt 6 Uhr traf sich die Einsatzeinheit an ihrem Sammelpunkt, der DRK-Rettungswache in Sprockhövel. Dort wurden erste Informationen an die Helfer ausgegeben, sowie Einsatzaufträge an die Gruppenführer verteilt.

Helfer arbeiten Hand in Hand

Erstes Marschziel war die Raststätte Lichtendorf, wo sich die Enneptaler mit der Einsatzeinheit des befreundeten Kreisverbands Wuppertal sowie Einheiten der Feuerwehren Wetter/Ruhr, Gevelsberg, Dortmund, Unna und Schwerte traf. Die Einsatzeinheit des DRK Wuppertal hatte sogar Gasthelfer des DRK-Kreisverbands Köln mitgebracht. Insgesamt sammelten sich für diesen Übungstag 50 Helfer der DRK-Fachdienste Führung, Sanitäts- und Rettungsdienst, Betreuung und Technik. Kaum angekommen wurden die ersten Rettungskräfte in Übungslagen der einzelnen Feuerwehreinheiten eingebunden, bevor die seit Monaten geplante große Einsatzübung startete.

Die Übungsleitung der Feuerwehr Wetter hatte ein Szenario geschaffen, welches im Rahmen einer Übung kaum realistischer hätte sein können. Mit viel Aufwand wurde unter anderem eine Leitstelle geschaffen, die Fahrzeuge wurden wie in der Realität durch diese zeitversetzt in den Einsatz geschickt. Die Führungsstrukturen wurden komplett dargestellt. Drei Notärzte, ein Leitender Notarzt sowie ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst waren unter anderem beteiligt. In verschiedenen Abschnitten arbeiteten die Einheiten von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Einsatzeinheiten Hand in Hand. „Das Szenario ließ die Unterschiede zwischen einer Übung und einem Realeinsatz vielfach verschwimmen, so dass die Helfer oftmals bis an ihre Grenzen kamen“, betonte Verbandführer Markus Wienert. Nach über drei Stunden wurde die Übung dann unterbrochen, ausgewertet und besprochen.

Auswertung direkt im Anschluss

Es folgten weitere Übungen im kleineren Rahmen. Die vorangegangene Großübung wurde aufgegriffen, um die Besonderheiten einer Verletztenablage zu besprechen. Sichtung und Kategorisierung von Patienten war ebenso Thema wie der Ablauf innerhalb eines Behandlungsplatzes. Und beinahe nebenbei wurden Wohnungsbrände und Verkehrsunfälle mit mehreren Verletzten geübt. Gegen 18 Uhr waren die Einheiten letztlich wieder an ihren Standorten zurück. Feierabend war jedoch noch lange nicht.

Bis in den späten Abend wurden Fahrzeuge und Materialien gereinigt, aufgefüllt und einsatzbereit gemacht – um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.