Selbsthilfegruppe feiert den 20. Geburtstag

Die Osteporose-Selbsthilfegruppe Gevelsberg feiert ihren 20. Geburtstag
Die Osteporose-Selbsthilfegruppe Gevelsberg feiert ihren 20. Geburtstag
Foto: WP

Gevelsberg..  Die Osteoporose ist eine heimtückische Krankheit, die mit dem Alter kommt. Die Knochen, das ganze Skelett wird für Brüche anfälliger. Vor 20 Jahren hat sich in Gevelsberg eine Selbsthilfegruppe mit Menschen gegründet, die unter Knochenschwund leiden. Sie halten inzwischen fest zusammen und freuen sich, wenn sie anderen helfen oder Mut machen können, die auch unter Osteoporose leiden. Grund also, den runden Geburtstag kräftig zu feiern.

Die Geburtsstunde der Selbsthilfegruppe schlug am 19. Januar 1995. Damals ergriff Margarete Spiertz mit Hilfe der örtlichen Krankenkasse AOK die Initiative. Mit Doris Knecht stand den zuerst neun Mitgliedern der Selbsthilfegruppe eine Therapeutin zur Seite, die den von der Osteoporose betroffenen Menschen im Rahmen einer Bewegungstherapie geholfen hat, die Krankheit besser in den Griff zu bekommen.

Auf 56 Mitglieder angewachsen

Die Stärkung der Muskeln und das Gleichgewichtstraining, das Stürze vermeiden hilft, stehen auch heute noch auf dem Trainingsplan der Mitglieder. Osteoporose ist eine schleichende Krankheit, die sich durch den Verlust von Knochen-Substanz bemerkbar macht. Bewegung, eine richtige Ernährung und eine entsprechende Therapie mit Medikamenten kann den Knochenschwund aufhalten. Diese Erfahrung haben die Mitglieder der Gevelsberger Selbsthilfe gemacht und das sei das Ziel ihrer gemeinsamen Arbeit.

Heute ist die Gruppe auf 56 Mitglieder angewachsen und wird von Elke Mary gemeinsam mit Luise Müller und Irmgard Luszik geführt. Es werden mittlerweile drei Gymnastik-Stunden in der Woche angeboten. Außerdem geht die Gruppe einmal im Monat gemeinsam auf Wanderschaft.

Eine gemütliche und zwanglose Gesprächsrunde, zu der auch Referenten wie etwa Mediziner eingeladen werden, findet jeden ersten Dienstag im Monat, ab 14.30 Uhr, im Gesundheitshaus, Hagener Straße 26a, statt. Das Treffen trägt entscheidend zum Zusammenhalt und zum Austausch von Erfahrungen bei.

Mitglied in einer Selbsthilfegruppe zu sein, das tut gut. Das beweisen die Mitglieder, die bereits die ganze Zeit seit der Gründung oder 15 Jahre und mehr in Gevelsberg dabei sind. Wenn die Gruppe im kommenden Monat das Jubiläum „20 Jahre Osteoporose-Selbsthilfe Gevelsberg“ mit einer Feier entsprechend würdigen wird, sollen auch diese langjährigen Mitglieder entsprechend geehrt werden.

Neue Gesichter willkommen

Auch, wenn man schon so lange gemeinsam gegen die heimtückische Krankheit gekämpft hat: Neue Gesichter sind in der Gruppe immer herzlich willkommen. Und es können auch Männer sein, sagen die Verantwortlichen der Selbsthilfegruppe. Auch das andere Geschlecht kann an Knochenschwund erkranken. Laut Statistik werden zwar 80 Prozent der Erkrankungen bei Frauen festgestellt, dann bleiben aber immer noch 20 Prozent übrig. Der erste Mann, der sich dazu entschließt, wäre dann der Hahn im Korb. Bisher haben sich nur Frauen dazu entschlossen, in der Gemeinschaft gegen die Krankheit anzutreten.

Mit jährlich etwa 2,5 bis 3 Milliarden Euro an direkten und indirekten Krankheitskosten in Deutschland hat die Osteoporose auch ein großes volkswirtschaftliches Gewicht. Deshalb wurde sie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt. Die Gevelsberger Selbsthilfegruppe ist eine von rund 300 in Deutschland, die sich im Bundes-Selbsthilfeverband zusammengeschlossen haben.