„Sechs Mitglieder haben ihren Austritt aus der Partei erklärt“

Ennepetal..  Das ehemalige Linke-Mitglied Karl-Werner Hirsch nimmt in einem Schreiben Stellung zu den jüngst erfolgten Parteiaustritten und dem Fraktionsaustritt von Mirco Müller. Die Linke hat durch Müllers Schritt ihren Fraktionsstatus verloren (wir berichteten).

„In einem gemeinsamen Schreiben an den Landesverband der Linken haben nicht vier, sondern sechs Mitglieder (einschließlich Mirco Müller) der Partei Die Linke Ennepetal ihren Austritt erklärt“, so Hirsch. „Jede dieser Personen war Funktionsträger in der Partei.“ Im Namen der sechs ehemaligen Parteimitglieder wolle er die Aussagen des bisherigen Fraktionsvorsitzenden Güzel Albayrak richtigstellen.

Mögliche Kandidatur ohne Bedeutung

Die mögliche Bürgermeisterkandidatur von Dr. Mehner sei demnach ohne Bedeutung für die Entscheidung der sechs Mitglieder gewesen. Aufgrund des Verhaltens von Dr. Mehner sei diesem mitgeteilt worden, dass keine weitere Gesprächsbereitschaft bestehe. „Das war Güzel Albayrak sehr wohl bekannt“, schreibt Hirsch.

Die Behauptung, dass Mirco Müller sich in der Partei nicht mehr wohlfühlen würde, wohl aber in der Fraktion, entspreche nicht den Tatsachen, so Hirsch. „Vielmehr hat Mirco Müller aktive und konstruktive Beiträge unter anderem zur Arbeit in den Ausschüssen und der Partei geliefert und hat sich uns gegenüber geäußert, dass er sich sehr gut aufgehoben fühle.“

Eine echte Gesprächsbereitschaft durch Güzel Albayrak habe weder gegenüber Mirco Müller noch gegenüber den übrigen fünf Personen bestanden, erklärte Karl-Werner Hirsch.

„Nicht tolerabler Führungsstil“

„Der Austritt von Mirco Müller sowie den übrigen fünf Personen erfolgte aus Gründen, die im Verhalten von Güzel Albayrak gegenüber seinen Parteigenossen liegen, sowie seinem nicht tolerablen Führungsstil als Fraktionsvorsitzender“, erklärt Karl-Werner Hirsch. „Diese Dinge wurden bereits vor Monaten in Gesprächen mit Güzel Albayrak erörtert, aber von ihm bis heute ignoriert! Ich werde nicht in weitere Details gehen, möchte aber auch nicht, dass der ehemalige Fraktionsvorsitzende Güzel Albayrak in der Öffentlichkeit einen falschen Eindruck erweckt.“