Schwelmer Politik kritisiert die GSWS

Christine Beyer, Geschäftsführerin GSWS.
Christine Beyer, Geschäftsführerin GSWS.
Foto: WP

Schwelm..  Der Jahresabschluss der Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm (GSWS) steht auf der Tagesordnung, wenn der Rat der Stadt Schwelm am Donnerstag, 18. Juni, zusammentritt. Bereits im Finanzausschuss bekamen die Politiker das Zahlenwerk vorgelegt. Dort regten sich durchaus kritische Stimmen an der Grundausrichtung der GSWS sowie an der Zukunftsperspektive.

Knackpunkt: Erneut hat die Gesellschaft Verluste geschrieben. Nach einem Minus von 9712,54 Euro im Jahr 2013 stehen 2014 2137 Euro Miese zu Buche. Weil stets die Maxime galt, dass sich die GSWS selbst tragen muss, meldete sich zunächst Grünen-Fraktionsvorsitzender Marcel Gießwein zu Wort: „Die Bilanz ist wiederholt negativ und ich vermisse bei der GSWS ein Konzept für die Zukunft. Das einzige was wir machen, ist Kapital zu verzehren“, sagte er und bekam Unterstützung von seinem FDP-Pendant Michael Schwunk. Der fordert vor allem ein „schlüssiges Konzept, wie die Wirtschaftsförderung in der Stadt Schwelm vorangetrieben wird.“ Er sehe derzeit lediglich Bemühungen für das Stadtmarketing im Veranstaltungsbereich.

Keine Spielräume mehr

Auch zu diesem Thema wird die Geschäftsführerin während der Sitzung des Stadtrats Stellung beziehen. In ihrem schriftlich verfassten Lagebericht macht sie darauf aufmerksam, wie eng das Personalkonzept bereits geschnürt sei. Eine Reduzierung der Personalkosten sowie weitere Einsparpotenziale seien nicht realisierbar, „sofern es nicht zu Einschnitten im Dienstleistungsangebot der GSWS kommen soll.“ Auch bei der angestrebten Reduzierung der Betriebskosten sieht Christine Beyer keinerlei Spielräume mehr.

Derzeit sind eine Vollzeit-, eine Teilzeit- und eine 400-Euro-Kraft bei der GSWS beschäftigt.