Schwelmer gedenken Nazi-Opfern

Schwelm..  Trauriges Wetter zu einem traurigen Anlass. Bei frostigen Temperaturen und Regen versammelten sich gestern einige Schwelmer am Gedenkstein der ehemaligen Synagoge in der Südstraße, um den Opfern zu gedenken, die in den Konzentrations- und Arbeitslagern der Nationalsozialisten ausgebeutet, gequält und ermordet wurden.

Bürgermeister Jochen Stobbe sprach bewegende Worte, nachdem er Ingrid Andre zunächst einen Blumenstrauß und ein Buch überreichte – als Dankeschön dafür, dass die Anwohnerin sich um den Gedenkstein kümmert und stets dafür sorgt, dass das Andenken an die Grausamkeiten der Nazis einen gepflegten Eindruck macht. „Wenn wir heute hier zusammen stehen, dann geht es zunächst um die Erinnerung an all die Opfer. Indem wir uns an sie erinnern, nehmen wir sie noch einmal in das Leben hinein, sie sollen nicht vergessen sein. Erinnerung heißt aber auch Verpflichtung: Was ­einmal geschah, kann wieder ­geschehen, Gewalt ist nie für immer gebannt“, sagte der Bürgermeister und warb mit starken Worten dafür, gegen Hass und Gewalt einzutreten: „Wir alle müssen schon zu Beginn von Ausgrenzung und Abwertung laut, vernehmlich und ohne Angst sagen: Wir machen da nicht mit. Wir stehen als Menschen für Menschen ein, jetzt und hier.“

Anschließend ergriffen die Lehrerinnen Anke Buetz, Gabriele Czarnetzki sowie Abiturientin Ellen Reisewitz vom Märkischen Gymnasium stellvertretend auch für den Rest der Arbeitsgemeinschaft „Stolpersteine“ – sie sind derzeit in Praktika – das Wort und zitierten bewegende Texte aus den Federn von Opfern des Nazi-Regimes.