Schwelm-Center soll 2017 neu aufblühen

Hellere Flächen, durchbrochen von großen Glasfassaden: So sehen die aktuellen Entwürfe für das Schwelm-Center aus, die der Investor jüngst im Rat vorstellte.
Hellere Flächen, durchbrochen von großen Glasfassaden: So sehen die aktuellen Entwürfe für das Schwelm-Center aus, die der Investor jüngst im Rat vorstellte.
Foto: WP

Schwelm.. Zehn Millionen Euro will die Firma Kintyre in die Sanierung des Schwelm-Center investieren. Auch die Händler seien bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen, um das Einkaufszentrum wieder attraktiver zu gestalten. Uwe Kessler, der das Projekt in Schwelm betreut, spricht in diesem Zusammenhang von weiteren zehn Millionen Euro, und stellte in der Ratssitzung die Umbaupläne seiner Firma vor, den Zeitplan und signalisierte Bereitschaft, auch städtebaulich in dem Bereich mitzuwirken – auch finanziell.

Gute Bausubstanz und Aufteilung

Das Kaufhaus habe viel Potenzial, erklärte Uwe Kessler, der jedoch zugibt, zunächst erschrocken über den Zustand gewesen zu sein. Im September erwarb seine Firma die Immobilie gemeinsam mit mehreren anderen aus einer Insolvenzmasse. Doch die Aufteilung des Gebäudes sei gut, ebenso wie die Bausubstanz. Er ist sich sicher, dass aus dem Kaufhaus wieder ein Schmuckstück werden könnte, durch hellere Flächen, durchbrochen von großen Glasfassaden.

Letztendlich soll das Gebäude komplett entkernt und die Betonteile wieder saniert werden. Aus den zuvor kalkulierten 3,5 Millionen Euro seien im Laufe der Planung nun zehn Millionen geworden. Die Rolltreppe wird modernisiert, ebenso der Aufzug zum Parkhaus. Viel Licht, bessere Übersichtlichkeit, großzügige Flächen - Einkaufen im Schwelm-Center soll Spaß machen. Geplant ist nur großflächiger Einzelhandel, um die gut funktionierende Fußgängerzone nicht zu schwächen, versicherte Uwe Kessler und nannte bereits einige Geschäfte, die gerne im Kaufhaus bleiben würden. Verträge seien zwar nicht unterschrieben, es gebe aber Absichtserklärungen.

Rewe würde gerne bleiben, erklärte Kessler und in den Ladenumbau und die Ausstattung investieren. Gleiches gelte für Tedi und Kik. Großes Interesse vor Ort zu bleiben, hätte auch Deichmann und würde zudem das Sortiment erweitern. Insgesamt stehen drei Etagen zur Verfügung. Die Verhandlungen mit weiteren Interessenten würden auf Hochtouren laufen, erklärte Uwe Kessler.

Loggia wieder begehbar machen

Raum soll auch für Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Zum einen könnte die Loggia wieder begehbar und möglicherweise mit einem Café ausgestattet werden, zum anderen sehen die Pläne eine großflächige Gastronomie vor. Die Idee sei, den Betrieb auch nach Schließung des Einkaufszentrum öffnen zu können und dass dieser in den Vorplatz reiche. Dafür müsste die Untermauerstraße für den Verkehr gesperrt werden können. Dadurch würde auch eine bessere Anbindung an die Fußgängerzone entstehen, der gesamte Bereich aufgewertet und belebt werden.

„Wir möchten nicht die Stadt umkrempeln“, erklärte Uwe Kessler in Richtung der Politik. Der Umbau der Immobilie sei auch ohne den Platz geplant, versicherte er. Dennoch gebe es weitere gestalterische Möglichkeiten, wenn der Verkehr aus der Straße geholt würde und die Fläche in die Pläne mit einbezogen würde. In Zeiten des Wochenmarktes würde die Sperrung auch gelingen, vielleicht wäre das ja auch dauerhaft eine Lösung, fragte Uwe Kessler im Rat und betonte, dass sich seine Firma – bei Bedarf – auch finanziell beteiligen würde. „Solch ein Planung würde nicht nur zu Lasten der Stadt fallen.“ Kessler ist sich sicher, dass es eine gute Lösung sei, die Fußgängerzone mit dem Bereich vor dem Schwelm-Center zu verbinden und das Einkaufszentrum selbst bezeichnete er als brach liegendes Juwel.

Die Umbauarbeiten sollen bereits im kommenden Jahr beginnen, die Eröffnung ist ebenfalls für 2017 geplant.