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Schuss nach Streit um Hundehaufen in Ennepetal

11.01.2016 | 21:00 Uhr
Schuss nach Streit um Hundehaufen in Ennepetal
An der Haltestelle Voerde Mitte an der Lindenstraße zog ein Unbekannter eine Waffe.Foto: Carmen Thomaschewski

Ennepetal.   Die Polizei sucht nach einem Mann, der nach einem Streit um einen Hundehaufen in Ennepetal am vergangenen Freitag eine Schusswaffe zog, sie zunächst auf seinen Kontrahenten richtete und dann am Nachmittag mitten auf der Voerder Straße mit der Schreckschusspistole in die Luft schoss. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Freitag, 8. Januar, 16.20 Uhr: Ein 56-jähriger Ennepetaler wartet an der Haltestelle Voerde-Mitte an der Lindenstraße auf den Bus. Mit ihm steht dort ein Pärchen mit einem beigen Hund. Der erleichtert sich plötzlich auf dem Bürgersteig, das Pärchen – beide werden auf etwa 25 Jahre geschätzt – kümmert sich nicht um die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners.

Pistole zunächst auf Mann gerichtet

Daraufhin spricht der 56-Jährige die beiden an, sie sollen den Hundekot bitte vom Gehweg entfernen. „Nein, das mache ich nicht“, soll der Hundehalter geantwortet haben. Daraufhin droht der 56-Jährige den Hundebesitzern mit einer Anzeige beim Ordnungsamt. Dies scheint den jüngeren Mann zum Nachdenken anzuregen. Wenn auch widerwillig, beseitigt er die Hinterlassenschaft des Hundes.

Plötzlich zieht er allerdings eine Schusswaffe aus seiner Jacke, richtet den Lauf auf den Mann. Dann reißt er die Pistole nach oben und schießt in die Luft. Ohne weitere Worte zu verlieren, verschwindet das Pärchen anschließend zu Fuß in Richtung Milsper Straße.

Der mit der Waffe Bedrohte selbst sagt später bei der Polizei, die Aktion habe ihn nicht nachhaltig beeindruckt, weshalb er die Ordnungshüter auch nicht selbst verständigt hätte. Dies tat nämlich ein Zeuge, der gegenüber im Frisörsalon saß und von dem Anblick der Waffe, die auf den 56-jährigen gerichtet war, sowie von dem abgefeuerten Schuss so erschrocken war, dass er sich umgehend bei der Polizei meldete.

Die leitete sofort eine Tatortnahbereichsfahndung nach dem Täter ein, die jedoch ohne Erfolg blieb. „Wir waren mit zwei Streifenwagen vor Ort und haben die Umgebung abgesucht, aber niemanden gefunden, auf den die Beschreibung zugetroffen hat“, sagt der Sprecher der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr, Dietmar Trust auf Nachfrage dieser Zeitung. Sehr wohl fanden die Polizisten am Tatort allerdings die Patronenhülse und können wenigstens eine kleine Entwarnung geben. „Diese Hülse ist eindeutig einer Schreckschuss-Pistole zuzuordnen“, sagt Trust.

Die Zeugen beschreiben das Pärchen wie folgt: Der Mann, der den Schuss abgegeben hat, ist etwa 25 Jahre alt, ungefähr 180 cm groß, hat kurze dunkle Haare, eine schlanke Statur, ein Zungenpiercing, trug eine graue Jogginghose, eine schwarze Jacke und führte eine schwarze Bauchtasche mit sich. Seine Begleiterin ist etwa gleichaltrig und trug dunkle Kleidung. Bis darauf, dass der Hund beige ist, liegen keine Angaben zu Größe oder Rasse vor. Die Polizei bittet um Hinweise zu den Tatverdächtigen und der Tat unter  02333/91664000.

Stefan Scherer

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2016-01-11 21:00
Ennepetal