Schulweg soll sicherer werden

Im Wichernhaus diskutierten die Bürger mit dem Bürgermeister und weiteren Stadtvertretern
Im Wichernhaus diskutierten die Bürger mit dem Bürgermeister und weiteren Stadtvertretern
Foto: WP

Ennepetal..  Die Eltern am Büttenberg können hoffen: Der Schulweg für die Grundschulkinder, der eine Überquerung der Wuppermannstraße erfordert, soll verbessert werden. Vielleicht wird sogar auch der obere Teil der Hembecker Talstraße mit Tempo 30 km/h ausgeschildert. Dazu müssen aber noch Voraussetzungen festgestellt werden.

In seiner Bürgersprechstunde hatte Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen die Sorgen von Bürgern aus dem Stadtteil gehört. Jetzt lud er zur Bürgerversammlung ins Wichernhaus ein und brachte Fachleute aus der Verwaltung mit: Fachbereichsleiter Stephan Langhard sowie Marco Heimhardt und Thomas Humpohl-Gleisenstein von den Stadtbetrieben.

Schulwegplan nicht beachtet

In der fast zweistündigen Sitzung ging es um die „Raserei“ auf der oberen Hembecker Talstraße und um die Wuppermannstraße. Hier werde auch zu schnell gefahren. Eltern sehen ihre Kinder auf dem Schulweg gefährdet. Der Bezirksbeamte der Polizei, Harald Kohlstadt, wies daraufhin, dass es einen Schulwegeplan gebe, der leider nur nicht beachtet werde. Er riet den Eltern, ihre Kinder die Wuppermannstraße in dem in dem Plan angegebenen Bereich (nahe der Einmündung Büttenberger Straße) überqueren zu lassen. Es sei nicht einfach, dies Kindern beizubringen, sagte eine besorgte Mutter.

Die Leiterin der Büttenberger Grundschule, Kornelia Lehnen-Schaller, fand die Lösung: „Wir müssen diesen Überquerungspunkt deutlich machen, möglichst mit roter Farbe. Kinder brauchen ein Signal!“ Auch Harald Kohlstadt sprach sich dafür aus. Bürgermeister Wiggenhagen, seine Erste Stellvertreterin Anita Schöneberg, CDU-Fraktionschef Daniel Heymann, seine Fraktionskollegen Charline Zwick und Olaf Biermann sowie SPD-Stadtrat Bernd Tigges signalisierten sofort Zustimmung, wohl wissend, dass die verantwortlichen Fachbehörden dort keinen Zebrastreifen zulassen. Dazu reichten die Fußgängerfrequenz und die Anzahl der Autos nicht.

Aus der Versammlung heraus wurde der Busverkehr auf der Wuppermannstraße kritisiert. „Die fahren zu schnell, und oft sind es auch Leerfahrten“, hieß es. VER-Geschäftsführer Thomas Schulte und der Leiter der VER-Betriebslenkung, Christian Halfter, sagten: „Leerfahrten dürfen gar nicht durch die Wuppermannstraße führen. Teilen Sie uns die Uhrzeit und die an den Seiten des Busses angebrachten Wagennummern oder das Kennzeichen mit. Nur so können wir die Sache aufklären.“

Bewohner aus dem Baugebiet „Mit der Sonne bauen“ können nicht verstehen, dass der untere Bereich der Hembecker Talstraße (etwa bis Höhe Wuppermannstraße) Tempo 30-Zone ist, aber der jetzt viel bewohnte obere Bereich der Straße 50 km/h erlaubt. „Da wird zu schnell gefahren“, meinten Mütter und Väter. Messungen der Stadt bestätigten das nicht, ebenso nicht die Beobachtungen der Polizei.

Tempolimit wegen Lärm denkbar

„Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bekommen wir da nicht genehmigt“, ist Fachbereichsleiter Stephan Langhard sicher. Vielleicht könne es aber doch noch eine Möglichkeit geben. „Temporeduzierung wegen Lärm“. Sollten die zulässigen Grenzen überschritten werden, müssten die Anwohner geschützt werden, z. B. durch Geschwindigkeitsbegrenzung.

Nach der Versammlung nahmen SPD und CDU die Anregung auf und stellten dementsprechende Anträge an den Bürgermeister. Anita Schöneberg schrieb für die SPD, Imke Heymann und Olaf Biermann für die CDU. Anita Schöneberg dankte in ihrem Schreiben dem Bürgermeister auch „ausdrücklich für die souveräne Leitung der Versammlung“. Auch Bürger vom Büttenberg dankten Wiggenhagen, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Danke sagte auch der Bürgermeister. Er sprach in seiner Begrüßung dem Förderverein Wichernhaus, vertreten durch Cornelia Braeske, Dank aus. Denn immer dürfe er für seine Sprechstunden das Wichernhaus nutzen.