Schulleiter distanziert sich von Vorwürfen

Rappelvoll war es beim Neujahrsempfang der Propsteigemeinde St. Marien.
Rappelvoll war es beim Neujahrsempfang der Propsteigemeinde St. Marien.
Foto: WP

Schwelm..  Alles begann mit Musik: Zum Neujahrsempfang der katholischen Propstei-Gemeinde St. Marien im Pfarrsaal spielte ein Quartett des CVJM-Posaunenchors ein Ständchen, bevor Gemeinderatsvorsitzender Heinz-Georg Thier die Gäste begrüßte und es kurz danach still wurde – zur Ehrung der Verstorbenen. „Doch Freud und Leid liegen oft eng beieinander und deswegen dürfen wir heute nach einem Jahr Abstinenz auch nach vorne schauen“, sagte Thier im Anschluss.

Denn Anfang 2014 habe man noch andere Sorgen gehabt. Die Gemeinde hieß damals den neuen Propst Norbert Dudek willkommen. Auf die Veranstaltung blicke Thier heute noch gerne zurück. „Wir hatten eine volle Kirche und im Anschluss ein volles Kolpinghaus.“

Lob für ökumenischen Gedanken

Es ging fast nahtlos in die Grußworte über und da hatten einige etwas zu sagen. Denn unter den Gästen waren Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, der Fraktionen, die stellvertretende Bürgermeisterin Frauke Hortolani, Christiane Sartor in ihrer Funktion als Dacho-Vorsitzende, Schulvertreter, Vertreter der Kitas und viele weitere, die ein Teil des öffentlichen Lebens der Stadt Schwelm darstellen.

Pfarrer Bracklo von der evangelischen Gemeinde machte den Auftakt, lobte den ökumenischen Gedanken, den beide Gemeinden vorantreiben. Es sei eine lebendige Gemeinde, schloss sich die stellvertretende Bürgermeisterin an. „Sie engagiert sich, kann lustig sein – wie im Karneval“, sagte sie. Im gleichen Atemzug fragte sie sich, ob der neue Propst im Verkleiden genauso gut sei, wie sein Vorgänger Heinz Ditmar Janousek. Und um einem Letzten das Wort zu geben – denn alle Redner aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen: Stefan Peschel hielt ein flammendes Plädoyer.

Rückblick auf das Schuljahr

Er blickte auf das vergangene Schuljahr zurück, das in Schwelm sehr turbulent gewesen sei. Er dankte der Gemeinde. „Sie haben uns während des Umzugs unterstützt.“ Doch die kritischen Stimmen, die sich während dieser Zeit erhoben, die bis hin zu persönlichen Beleidigungen und Unterstellungen gereicht haben, heiße er nicht gut. „So etwas hat in einer christlichen Gemeinde keinen Platz!“ So habe es Vorwürfe gegeben, dass seine Schule anachronistisch handle, ausgrenze, Unterschiede und Diskriminierung fördere. Gleichzeitig gab Peschel zahlreiche Beispiele, warum das gerade nicht so sei und distanzierte sich von den Vorwürfen.

Im Zuge des Empfangs fanden auch Ehrungen statt. Dieses Mal waren die Busfahrer an der Reihe. Seit Januar 2000 betreibt die Gemeinde einen Fahrdienst. Im Dezember 2014 konnte sogar ein neuer Gemeindebus in Dienst gestellt werden, den das Bonifatiuswerk und der Förderverein St. Marien Schwelm finanzierten.

Regelmäßig werden gehbehinderte Gemeindemitglieder, die sonst keine Möglichkeit haben, einen Gottesdienst zu besuchen, zu Hause abgeholt, zur Propsteikirche St. Marien gebracht und danach wieder nach Hause gefahren. Nur die Sommerferien bilden die Ausnahmen. Der Bus steht dann der Jugend für ihre Freizeiten zur Verfügung.

Bronzeengel als Dankeschön

Zu den geehrten Busfahrer gehören: Doris Armbruster, Barbara Dewath, Matthias Braun, Markus Jessen, Klaus-Peter Juraschek, Heinz-Georg Thier, Bernward Völkel. Und für die technische Betreuung: Peter Jeschak; Werbung und Sponsoring Bruno Radau. Weitere Ehrung: Günther Roland und Klaus Peter Juraschek. Sie sorgen dafür, dass die Kollekte sortiert und sicher zur Bank gebracht wird. Alle Geehrten bekamen als Zeichen des Danks und der Anerkennung als „Engel für andere“ einen kleinen Bronzeengel überreicht. Rainer Schweser erhielt für besondere Verdienste in 50 Jahren ehrenamtlicher Arbeit das Ehrenzeichen des Bistums Essen.