Schulkinder erforschen den Lebensraum Bach
11.08.2009 | 17:45 Uhr 2009-08-11T17:45:00+0200
Dreizehn Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren erkundeten im Rahmen der Ferienspaßaktion gemeinsam mit Mitarbeitern des Fachbereichs Jugend und Soziales sowie des Sachgebiets Umweltschutz der Stadt Ennepetal am Mittwoch die Hülsenbecke.
Dr. Jürgen Schuster, Gewässerbiologe beim Umweltamt des Kreises, begleitete die Gruppe als Fachmann. Ihm gelang es, die Kinder für den spannenden Lebensraum Bach zu begeistern.
Nachdem die Kinder unter seiner Anleitung Temperatur, pH-Wert, Sauerstoffgehalt und Leitfähigkeit gemessen hatten, ging es in den Bach. Ausgerüstet mit Sieben, Pin-seln, Fangnetz und Plastikbechern machten sich Alle vor-sichtig auf die Suche nach den Lebewesen im Bach.
»So viele Tierarten in einem Bach anzutreffen,
ist nicht selbstverständlich«
Jannick und Celina waren erstaunt, wie viele verschiedene Tiere unter den Steinen, im Schlamm, unter Laub oder auch im freien Wasser lebten: Larven von Köcherfliegen, Steinfliegen, Eintagsfliegen und Strudelwürmer. Sogar eine kleine Groppe ging den emsigen Forschern ins Netz.
Zum Betrachten ihrer Funde standen den Kindern Mikroskope aus der mobilen Wald- und Umweltschule aus Schwelm zur Verfügung. Der begeisterte Julian beobachtete, wie eine Köcherfliege nach einem Moment des Rückzugs vorsichtig den Kopf aus ihrem selbstgebauten Köcher hinausschob. Nach ausgiebiger Untersuchung wurden alle Tiere wieder in ihren Lebensraum freigelassen.
„So viele verschiedene Tierarten in einem Bach anzutref-fen, ist nicht selbstverständlich”, erklärte Dr. Schuster. „Die Lebewesen, die ihr entdeckt habt, können zum größten Teil nur in sehr sauberem Wasser leben.” Daher werde die Hülsenbecke auch in die Gewässergüteklasse I bis II eingestuft.
Die Veranstaltung endete mit einem Hindernissparcours auf der benachbarten Wiese, wo sich alle Kinder austoben konnten. Zum Abschied der gelungenen und lehrreichen Veranstaltung erhielten die Kinder von Frau Dr. Tomaschewski eine Becherlupe, mit der sie sich zukünftig auch auf eigene Faust auf Forschungsreise begeben können.
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