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Schützenverein leistet Aufklärungsarbeit

06.11.2009 | 19:19 Uhr
Schützenverein leistet Aufklärungsarbeit

In der letzten Zeit, also in den letzten Monaten und Jahren, haben Schützenvereine immer mehr an Ansehen und Vertrauen einbüßen müssen.

Dabei war dieser Verlust noch nicht einmal selbstverschuldet, sondern resultierte aus der kollektiven Angst vor Amokläufen, für die der offene Waffenzugang, auch bei Schützenvereinen, verantwortlich gemacht wird.

Diesem „Missstand” ist sich auch der Voerder Schützenverein bewusst, der das erste Mal seit der Eröffnung des Heims im Helkenberger Weg wieder einen Tag lang die Pforten für Interessierte und Skeptiker öffnete. In lockerer Atmosphäre sollte man den Verein jenseits der militaristischen Versteifung kennenlernen, wie es vielleicht auf Festzügen oder Königsbällen den Eindruck macht. Es sollte klar werden, dass sich der Schützenverein leicht an die Reihe „Fußball, Handball, Basketball” einreihen lässt. Denn: „Es ist ein Schützensport”, betont Karin Heinrich, Sportleiterin der Voerder Schützen, während sie die Besucher an den Ständen, voll mit Medaillen, Pokalen, Zielscheiben und offiziellen Informationsbroschüren und Regelwerken, vorbeiführt.

Bürgerkönigsschießen war der Anreiz

Selbstverständlich durften bei dieser Gelegenheit auch die verschlossenen Waffenschränke, in denen sich die Kleinkaliber befinden, von außen besichtigt werden. Herzstück des Schützenheims ist ganz klar der Schießstand, welcher an diesem Tag auch von den Gästen besichtigt werden durfte. Als kleinen Anreiz veranstaltete der Verein nämlich ein Bürgerkönigschießen. Zehnmal hatten die Interessierten die Möglichkeit, auf die kleinen Scheiben am anderen Ende des Raums zu schießen. Sportschützen haben 30 Versuche. Wichtig sei ein fester Stand, erklärt Sportschützin und Expertin für Waffen- und Sachkunde, Doris Talbert, die den Amateuren die entscheidenden Instruktionen gibt. Luftgewähr auf Körperhöhe gehalten, auf die Auflage abgestützt und gezielt. Auch jetzt sieht man durch das Zielfernrohr nur einen kleinen Punkt. Die Hände zittern. Hin und wieder treffen die Neulinge mitten ins Schwarze, meistens aber den Rand. Es wird klar, wie anstrengend dieser Sport ist, wenn bedacht wird, dass die Besten der deutschen Meisterschaften permanent in die Mitte schießen. Hier gibt es noch hundertstel Punkte. Was dann letztendlich an Punkten herauskommt analysiert dann ein Computer.

Folgende Ergebnisse wurden beim Bürgerkönigsschießen erzielt: 1. Platz Matthias Laatsch 96 Ringe, 2. Platz Wilfried Gast 95 Ringe, 3. Platz Hartmut Beyer 90 Ringe und der 1. Vorsitzende Manfred Cramer. Geschossen wurden 10 Schuss, also Maximal 100 Ringe.

Schießen sei nur gefährlich, wenn Waffen in falsche Hände geraten, Schützenvereine können unterstützend einwirken, aber letztendlich sei man selbst verantwortlich, so heißt es von Seiten der Schützen.

Matthias Nowakowski

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