Schüler ermitteln ihre Schnellsten

Schwelm..  Ein Ziel, vier Zeiten: Am Samstag fand im Nutzfahrzeugzentrum von Tepass und Seiz das Regionalfinale der Speed4-Meisterschaften für Grundschüler statt. Bei Speed4 handelt es sich um einen Lauf- und Sprintparcours, verbunden mit einem Lichtschrankensystem und einer einfachen Computermessung.

Gleich vier Zeiten wurden gemessen – daher auch der Name Speed4. Zu den gemessenen Werten gehörten Reaktion, Antritt, Wendigkeit und Rücklauf. Doch ganz so leicht, wie es klang, stellte es sich dann doch nicht da. Denn die Schüler, die sich in Laufstellung auf den Start vorbereiteten, mussten ziemlich auf Zack sein. Sobald die Startampel auf Grün sprang, musste sie lossprinten, vorbei an einigen Pylonen. Am Ende der Strecke ging es dann in eine scharfe Wende und die ganze Strecke wieder zurück.

„Gerade die Wende ist schwierig“

Dieses Mal mussten sie sich allerdings im Slalom durch die Pylonen fädeln. „Gerade die Wende ist schwierig“, sagte die neunjährige Nina, die Schülerin an der Grundschule Voerde Nord ist. Mit ihrer gelaufenen Finalzeit sei sie aber zufrieden. Auch, wenn es für einen Platz auf den Treppchen nicht gereicht hätte – nur die drei besten Läufer und Läuferinnen wurden an diesem Tag geehrt und konnten sich über Preise freuen, die Rewe Schürholz sponsorte, müsste es bei ihr für die nächste Ebene des Wettlaufes reichen. Das Regionalfinale findet am 24. Oktober 2015 in Frechen statt. Die zehn besten Läufer qualifizierten sich.

Nina hatte aber der Ehrgeiz gepackt. Sie wollte die Schnellste sein. Andere hatten weniger Glück. Ein kleiner Stolperer am Start brachte eine Schülerin aus dem Tritt und sie hoffte auf Wiederholung. Wolfgang-Alexander Paes, Hauptorganisator, musste sie enttäuschen. „Es ist leider ein Finallauf“, sagte er. „Da gibt es nur ein Versuch.“ Gleichzeitig hatte er aber ein wenig Trost. Auch bei dieser jungen Läuferin schien es für das Regionalfinale zu reichen.

Paes, ein ehemaliger Tennis-Bundesligaspieler, hat das Laufspiel erfunden. Und hatte bei Tepass und Seiz gleich eine neue Variante im Gepäck, das Paesen. „Und damit kriege ich sie alle zum Laufen“, sagte er. Tatsächlich: Der Strom an Eltern, die das Paesen ausprobieren wollten, riss nicht ab. Zum einen lockte ein Preis, ein attraktiver Cluburlaub. Zum anderen ging es hier nicht um Schnelligkeit, sondern um Genauigkeit.

„Die Teilnehmer müssen die Strecke in genau acht Sekunden zurücklegen“, sagte Paes. Wer das schaffte – und hier entschieden manchmal Hundertstel – hatte die Chance, die Reise zu gewinnen.