Schlichte Kleider und dezente Krawatten liegen im Trend

Schwelm..  Der Kleiderkauf gehört für jedes Kommunionkind zu den wichtigsten Etappen auf dem Weg zur Erstkommunion. Schließlich wollen die 8- und 9-Jährigen an diesem Tag besonders gut aussehen und dafür nichts dem Zufall überlassen. Deshalb erlebte der traditionsreiche Kleiderbasar im Jugendheim St. Marien abermals einen Besucheransturm. Rund 20 Kleider und 15 Anzüge gingen über die Ladentheke.

Kleider für 40 bis 80 Euro

Fast alle vorhandenen Waren konnten ans Kind gebracht werden, wobei viele schon vor der Öffnung vor der Tür standen, um eine möglichst breite Auswahl vorzufinden. „Wir haben Kleidungsstücke für gut 700 Euro verkauft und damit gut 100 mehr im letzten Jahr“, sagt Gemeindereferentin Maria Rüther. Sie wünscht sich für künftige Veranstaltungen aber noch mehr Eltern, die Kleidung zum Verkauf abgeben. Während die Einkleidung mit Neuware richtig ins Portemonnaie geht, sind die Gebrauchtstücke äußerst erschwinglich und haben so mach einen sogar zu einer Kompletteinkleidung bewogen. Mit jedem Kauf konnte zugleich ein gutes Werk getan werden, indem ein Erlösanteil einem karitativen Zweck zu Gute kam. „Die Anzüge sind für 30 bis 75 Euro weggegangen, die Kleider für 40 bis 80 Euro“, verrät Rüther.

Dass der Basar nicht an frühere Verkaufszahlen heranreicht, liegt wohl auch darin begründet, dass immer mehr Anbieter das Internet als Verkaufsort nutzen. „Im Süddeutschen ist es bei Hochzeiten eine beliebte Tradition, dass das Kommunionskleid der Braut neben der Taufbekleidung an die Wand gehängt wird. Allerdings gibt es das in unserer Region ja gar nicht“, verrät Basarmitarbeiterin Gertraud Huchtmeier und ergänzt, dass man sich hierzulande meistens nach zwei Jahren von den Kleidern trennen würde. „Den Kindern wird dann häufig versprochen, stattdessen neue Kleidung zu kaufen“, kennt die ehemalige Gemeindereferentin die Tricks der Eltern. Auch für die nötige Beratung war bei der 19. Auflage des Traditionsbasars gesorgt. Martina Polder und Bärbel Beckstand komplettierten das Team. „Letztlich können wir allerdings nur Empfehlungen geben. Aussuchen müssen sich das die Kinder schon selbst.“

Weste und Fliege sind out

„Schließlich bringt es ja nichts, wenn die Kinder später mit einem langen Gesicht da stehen“, weiß Martina Polder. „In diesem Jahr sind schlichte Kleider besonders angesagt “, verrät Martina Polder und ergänzt, dass die Jungen hinsichtlich des Kaufeifers grundsätzlich zurückhaltender seien. Hier bevorzuge man inzwischen eine schlichte Krawatte, während man in früheren Zeiten noch zu Weste und Fliege gegriffen habe, verraten die „Kommunions-Planerinnen“.