Runderneuerung bei den Milsper Schützen

Probeschießen: Vorsitzender Peter Voss (links) steht interessierten Besuchern beim Tag der offenen Tür auf der neuen Anlage hilfreich zur Seite.
Probeschießen: Vorsitzender Peter Voss (links) steht interessierten Besuchern beim Tag der offenen Tür auf der neuen Anlage hilfreich zur Seite.
Foto: WP

Ennepetal..  Ein Schuss – und schon ist für den Schützen auf dem Display seine Treffsicherheit zu sehen. Der elektronische Schießstand macht es möglich. Vier Stände hat der Milsper Schützenverein in seinem Heim am Grimmelsberg im Heilenbecker Tal mit dieser modernen Technik ausgerüstet. Sie standen am Samstag im Mittelpunkt beim „Tag der offenen Tür“.

Wer wollte, konnte unter Anleitung das Luftgewehr anlegen und auf die 10 Meter entfernte Scheibe schießen. Die sieht anders aus als die bisherigen Zielscheiben. Sie sind mit LED-Licht beleuchtet. Dahinter ist für den Schützen unsichtbar der Kugelfang, der – natürlich automatisch – die Munition zu einem Behälter führt.

Erste Anlage dieser Art in Ennepetal

Wer den Raum mit den Schießständen betritt, erkennt sofort die Veränderung. Die Seilzüge fehlen, die die Scheibe bisher zum Schützen transportierte. Wie der Vorsitzende des Milsper Schützenvereins, Peter Voss, seinen Gästen erklärte, unter ihnen auch die beiden Bürgermeisterstellvertreter Anita Schöneberg und Manfred Drabent, kann auf der Anlage auch mit der Luftpistole geschossen werden. „Vor allem ist unser Schießsport durch die Anlage attraktiver geworden – und das nicht nur für die Schützinnen und Schützen“, sagt Vorsitzender Voss. „Denn im benachbarten Vereinsraum können Besucher das Schießen an einem großen Bildschirm mitverfolgen. Bei Ligakämpfen, und da wird es oft ganz knapp, kann so – auch bei einem Bierchen – mitgefiebert werden“, erläutert Peter Voss.

„Es ist die erste elektronische Anlage in Ennepetal!“ sagt der Vorsitzende. „Die nächste steht in Breckerfeld-Delle. Auch in Hagen-Wehringhausen und in Herdecke-Ende und natürlich im Leistungszentrum Dortmund wird so geschossen.“

14 000 Euro investierte der Milsper Schützenverein. „Die Sparkasse und auch private Spenden halfen uns“, so Peter Voss. Der Verein hat in den vergangenen Jahren immer wieder investiert und renoviert: die Sanitäranlagen und auch das Vereinsheim selbst mit neuen Tischen und Stühlen eingerichtet.

Dank an langjährige Führungskräfte

In diesem Zusammenhang würdigt der Verein Joachim Vormanns Arbeit, der 42 Jahre dem geschäftsführenden Vorstand angehörte, der zeitweise Schriftführer und Erster Vorsitzender war und insbesondere die Finanz- und Mitgliederverwaltung erfolgreich ausübte. Im Rahmen der Verjüngung des Vorstandes übernimmt Timo Scheller nun die Finanz- und Mitgliederverwaltung.

Neu im Amt ist nun auch Dominik Braggio. Unter Mithilfe von Marc Jentsch und Christian Scheller wird er die Arbeit von Rainer Gockel fortführen. Gockel war 16 Jahre Organisationsleiter, stellte das große Fest anlässlich des 75-jährigen Bestehens auf die Beine und war Ideengeber für die Oldie Night, die jährlich viele Menschen zum Grimmelsberg lockt. Von 1975 bis 1984 war Rainer Gockel Jugendleiter. Seine Frau Anita stand ihm immer zur Seite. Zwei Jahre führte Rainer Gockel den Verein mit als 2. Vorsitzender.

Pressewartin Angela Voss: „Joachim Vormann und Rainer Gockel haben ihre Ämter an jüngere Menschen abgegeben. Beide haben dem Verein gute Dienste erwiesen. Wir danken ihnen sehr.“