Runder Tisch Kunstrasenplätze tagt am 17. Juni

Ob der Sportplatz an der Rennbahn tatsächlich ein geeigneter Ort für neue Kunstrasen
Ob der Sportplatz an der Rennbahn tatsächlich ein geeigneter Ort für neue Kunstrasen
Foto: www.blossey.eu

Schwelm..  Zwei Kunstrasenplätze in Linderhausen oder doch besser zwei auf dem Sportplatz An der Rennbahn und den Sportplatz Rote Berge für Breitensport und Leichtathleten aufpäppeln? Welche Variante macht mehr Sinn und sollte deshalb weiterverfolgt werden? Eine Antwort darauf soll ein Runder Tisch bringen, zu dem nun Bürgermeister Jochen Stobbe erstmals am 17. Juni einladen wird.

Stobbe kommt damit dem Wunsch vor allem des VfB wie auch der Aufforderung von CDU, Bürgern, Grünen, FDP sowie SWG/BfS nach, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um gemeinsam die beiden vorliegenden Varianten gegenüberzustellen und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit zu bewerten. Dies umfasst auch die Prüfung einer Reihe noch offener Fragen, beispielsweise was Lärm und Schallschutz betrifft, rechtliche Rahmenbedingungen, verkehrliche Aspekte sowie genehmigungs- und aufsichtsrelevante Anforderungen.

Anfrage der FDP

Die FDP hatte im Nachgang des jüngsten Finanzausschusses eine entsprechende Anfrage an den Bürgermeister gestellt. Unter anderem wollten die Liberalen wissen, „wann voraussichtlich welche Informationen zu den einzelnen Punkten vorliegen“, aber auch, ob überhaupt die Zustimmung der Aufsichtsbehörde zu einem möglichen Ankauf der Grundstücke in Linderhausen vorliege, zumal die Bezirksregierung den vorliegenden Haushalt nicht genehmigt habe.

In seinem Antwortschreiben ging Bürgermeister Jochen Stobbe darauf konkret nicht ein. Die Sprache ist von „weiteren notwendigen Untersuchungen“. Klar ist aber nun, wann sich der Runde Tisch Kunstrasenplätze auf Einladung des Bürgermeisters erstmals treffen wird: am 17. Juni um 18 Uhr im Rathaus. Und Stobbe lieferte zumindest erste Einschätzungen der Verwaltung zu anderen, ebenfalls noch offenen Punkten: zu weiteren Ausgaben im nun anlaufenden Prozess und ihrer Genehmigungsfähigkeit, beispielsweise fürs Schallschutz-Gutachten, aber auch mit Blick auf die nötige Vorentwurfsplanung für Rennbahn und roten Berge.

In seinem Schreiben erklärte Stobbe dazu: „Die Kosten für die schalltechnischen Untersuchungen sowie die Vorentwurfsplanungen für die Rennbahn und die roten Berge werden aufgrund der Kostenvoranschläge ca. 4000 Euro belaufen. Bezogen auf unserer Haushaltssituation § 82 GO müssen die benötigten Mittel durch die Aufsicht freigegeben werden. Das hierzu notwendige geführte Vorgespräch hat deutlich gemacht, dass die Freigabe der Mittel zum jetzigen Zeitpunkt als kritisch angesehen wird. Der notwendige Antrag wird ungeachtet dessen vorgelegt, die Mittel sollen aus den veranschlagten 450 000 Euro für die Kunstrasenplätze dargestellt werden.“

Gutachten fremdfinanzieren

Da eine Beauftragung von Gutachtern erst nach Freigabe der Mittel erfolgen könne, rät der Bürgermeister in seinem Schreiben, „zum jetzigen Zeitpunkt bereits zu prüfen, ob die benötigten Mittel nicht durch eine Fremdfinanzierung gedeckt werden können“. Hier hat Stobbe offensichtlich vor allem die Fußballvereine vor Augen: „Hierzu werden wir auch den VfB und die SpVg Linderhausen ansprechen.“