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à la Jacquard

Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen

21.12.2010 | 18:41 Uhr
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
Bernhard Matthes übergab vier Kunstwerke aus der Ausstellung a la Jacquard an das Kreishaus als Dauerleihgabe. Foto v.l.: Ulrike Brux, Bernhard Matthes und Landrat Dr. Arnim Brux.

Ennepe-Ruhr.Ein Jahr ist bereits vorbei: Das Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ist abgeschlossen. Doch es hat im Ennepe-Ruhr-Kreis Spuren hinterlassen.

Sichtbares Zeichen dafür sind vier Grafiken des Hattinger Künstlers Bernhard Matthes, die seit gestern im Schwelmer Kreishaus zu sehen sind. Die Arbeiten – Teil eines Zyklus aus 18 Werken – waren die Basis für die vielbeachtete Ausstellung „à la Jacquard“ im Ennepetaler Industriemuseum.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Niedergang der Bandwebereien in der Region, so lobte Landrat Arnim Brux, habe Spuren hinterlassen. Sie beweise jene Nachhaltigkeit, die Fritz Pleitgen als Chef der Kulturhauptstadt immer angemahnt habe: „Das Projekt hat die Verbindung mit Görlitz geschaffen, wo „à la Jacquard“ auch gezeigt wurde. Die Ausstellung hat dem Industriemuseum Ennepetal neue Impulse gebracht und den Kreisheimatbund als Veranstalter bekannter gemacht.“ Außerdem sei sie auch der Anstoß für die demokratische Kunstaktion gewesen, die Professor Matthes mit der Westfälischen Rundschau gestartet habe und bei der die Leserinnen und Leser eines seiner in der Zeitung abgedruckten Kunstwerke vollenden können. Ein Projekt, dass es in dieser Form zumindest in der deutschen Kunst- und Medienszene noch nicht gegeben habe.

Und deshalb sei „à la Jacquard“ auch bewusst bei der Abschlussfeier für das Kulturhauptstadt-Jahr erwähnt worden. Nicht nur das: Die Ausstellung wurde auch vom berühmten Metropolitan Museum of Modern Art dokumentiert. „Wer also in New York ist und keine Blues-Kneipe findet“, könne sich den Katalog aus Ennepetal in der Literatur-Sammlung ansehen, scherzte Matthes. Dass seine vier Werke als Dauerleihgabe jetzt in der Galerie im Kreishaus hängen, ist für Matthes „ein Zeichen dafür, dass die zeitgenössische Kunst einen Platz im Ennepe-Ruhr-Kreis gefunden hat“.

Vorher unter anderem in Polen zu sehen

Ulrike Brux, Projektleiterin von „à la Jacquard“, erinnerte daran, dass die Grafiken vorher nicht nur in Hattingen und Ennepetal, sondern auch im Dom Kulturi im polnischen Zgorzelec, der Nachbarstadt von Görlitz, zu sehen waren. Der Kreisheimatbund habe außerdem dem Ennepetaler Industriemuseum 3000 Euro zur Verfügung gestellt, damit dort auch in Zukunft Kunstausstellungen stattfinden können. Auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

Klaus Bröking

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Kommentare
23.12.2010
12:18
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
von Phillipp | #6

#4 Juergen G.
Nicht von einem Extrem ins andere fallen, bitte. Notlagen eignen sich nun mal prinzipiell nicht für Kunst. Und die Fotos sprechen eine eindeutige Sprache zum Thema Freude und Ergötzen. Über den Kunstgeschmack kann man natürlich wie immer streiten, aber darum geht es ja nicht.

23.12.2010
08:18
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
von g.s.c. | #5

Hauptsache Brux konnte mal wieder in die Kamera grinsen. Kommt der vor lauter Presseterminen überhaupt noch dazu zu arbeiten?

22.12.2010
19:24
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
von Juergen Gerhardt | #4

#3 von Phillipp

Kunst ist nicht nur der röhrende Hirsch an der Wand.

Es hat sich niemand an diesem Drama ergötzt.

22.12.2010
12:22
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
von Phillipp | #3

Es ist schon beschämend, auf welchem weltfremden Niveau man sich damit beschäftigt, dass die Heimatindustrie einer ganzen Region zu Ende ging. Einer künstlerischen Auseinandersetzung bedürfen solche Dramen eigentlich überhaupt nicht. Und wenn sich dann noch einige wenige sogen. Kulturfreunde teilweise auf Kosten der Allgemeinheit daran ergötzen: nein danke.

22.12.2010
07:58
Blockierter Kommentar.
von Roland Weißkirch | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.12.2010
07:51
Ruhr.2010 hat Spuren hinterlassen
von Heinz Hograbe | #1

Wie hoch beteiligt sich eigentlich der Kreishaushalt an der Kunstszene von Frau Brux?

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