Rüdiger Hoffmann serviert bitter-süße Aprikosenmarmelade

Rüdiger Hoffmann war cool und gelassen bei seinem Auftritt
Rüdiger Hoffmann war cool und gelassen bei seinem Auftritt
Foto: Hans Jochem Schulte

Ennepetal..  Für viele Menschen ist Aprikosenmarmelade verführerisch süßlich, eben das Gute am Morgen. Für den Kabarettisten Rüdiger Hoffmann ist Aprikosenmarmelade Programm, mal lustiges, mal bitterzartes, geht es doch um Menschen und speziell um den Unterschied zwischen Männlein und Weiblein sowie um das Wesentliche. Da war Rüdiger Hoffmann schnell beim Thema Sex.

Am Samstag gastierte der „Entdecker der Langsamkeit“ im nur mäßig besetzten Saal des Hauses Ennepetal auf Einladung der von Bernd Decker geführten und noch neuen (zweite Veranstaltung) „Ennepetaler Veranstaltungsagentur“.

Kurzum: Diejenigen, die gekommen waren, erlebten, was das Herz der Comedy-Freunde begehrt: Wortwitz, musikalische Einlagen am Klavier mit viel Pepp und einen spielfreudigen Rüdiger Hoffmann. Es gab Spaß auf allen Ebenen, mit guter Laune ging man in die kalte Nacht nach Hause oder in die nächste Kneipe.

Was hat man erlebt? „Ich weiß nicht, ob sie es schon wussten...“ So begannen die kleinen Geschichten Hoffmanns. Er ließ die Besucher mitfahren zum Pärchenurlaub nach Dänemark, zum Männertripp nach Holland und - man staune - zum Wellnessurlaub mit Klangschalen-Therapie ins Sauerland. Alles harmlos, süßlich, könnte man meinen. Hoffmann empfindet anders, spürt Abgründe auf, erzählt langsam und doch pointiert, steigert noch einmal die Alltagssprache und findet Beifall. Er gilt als der Typ von nebenan, der eben die „wesentlichen Dinge“ vorbringt, cool und gelassen.

Jetzt weiß man, wo es zwickt im komplizierten Zusammenleben von Frau und Mann und man weiß auch am Ende des schönen Abends: Frauen haben doch die Hosen an.