Richtspruch von der Drehleiter aus
22.10.2008 | 20:02 Uhr 2008-10-22T20:02:15+0200Ennepetal. Heiße Gulaschsuppe im luftigen Rohbau: Zur Grundsteinlegung und zum Richtfest des Neubaues der Feuerwehrwache an der Wehrstraße war fast die gesamte politische Prominenz vertreten.
Seit dem offiziellen Spatenstich am 9. April dieses Jahres weist nun der Richtkranz auf den Fortschritt der Baumaßnahme hin. Im zukünftigen Eingangsbereich der Feuer- und Rettungswache drängten sich die Gekommenen um den "Anröchter Dolomit", eine zweiteilige Platte, die Steinbildhauer Karsten Müller mit Feuerwehrwappen entworfen und gefertigt hatte und die den Grundstein verschließen sollte. Eckhardt verriet, was in sich in der Hülse befindet, die man einmauerte: Die Nachfahren werden u.a. eine Westfälische Rundschau vom heutigen Tag vorfinden, damit sie wissen, was sich neben der Grundsteinlegung in Ennepetal noch in der Welt ereignet hat. Daneben wurden Informationsschriften der Feuerwehr und Euro-Münzen der Hülse beigefügt.
Michael Eckhardt, Feuerwehrchef Rainer Kartenberg und Karsten Müller setzten die Platte provisorisch ein. Direkt an der Wehrstraße wird die gesamte Rettungswache und die Feuerwehr mit Alarmierungszentrale in einem 3-geschossigen Bereich untergebracht. Hier werden u.a. Schulungs-, Sozial- und Büroflächen sowie Werkstätten ihren Platz finden. Als Gebäudeabschluss - nahe de Ennepe - werde zukünftig ein 16 Meter hoher Übungsturm als signifikanter Baukörper den Neubau vervollständigen.
Bürgermeister Michael Eckhardt: "Mit Beschluss des Rates vom 15. Dezember 2005 wurden die finanziellen Mittel für die Umsetzung dieser baulichen Variante in der Wehrstraße bereitgestellt. "6,4 Mio. Euro sind eine ordentlich Stange Geld, die einmal mehr die Wertschätzung dokumentieren, die der Arbeit und insbesondere den freiwilligen und hauptamtlichen Wehrleuten selbst entgegengebracht wird". Auch die Entscheidungen gegen bestimmte Standorte und Finanzierungsmodelle seien waren nie gegen unsere Feuerwehr gerichtet gewesen.. Und was letztlich daraus geworden ist, könne sich wahrlich sehen lassen.
Nach der Grundsteinlegung folgte das Richtfest. "Hoch oben" von der Drehleiter aus sprach Dachdeckermeister Michael Dürholt den Richtspruch und der endete: "Ja, spende Segen, Fried und Glück - ich leer mein Glas, es lebe hoch die neue Feuerwache". Und es gab viel Beifall für die Akteure.
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