Richtfest für Dreifeld-Sporthalle am 26. Juni

Die neue Sporthalle an der Stadtgrenze Schwelm/Ennepetal steht im Rohbau. Am 26. Juni wird dort Richtfest mit geladenen Gästen gefeier.
Die neue Sporthalle an der Stadtgrenze Schwelm/Ennepetal steht im Rohbau. Am 26. Juni wird dort Richtfest mit geladenen Gästen gefeier.
Foto: WP

Schwelm..  Nächste Woche Freitag, 26. Juni, werden ab Mittag die Arbeiten auf der Baustelle der neuen Dreifeld-Sporthalle an der Milsper Straße in Schwelm ruhen. Grund sind nicht etwa Streiks der Handwerker, sondern das anstehende Richtfest. Natürlich sind die Handwerker und gut weitere 140 Gäste eingeladen, dieses freudige Ereignis gemeinsam zu begehen.

Baukosten höher als geplant

Ralf Stoffels nennt den Nachfrage unserer Zeitung den weiteren Zeitplan. „Mein Ziel ist es, die Baustelle bis zum Jahresende abzuschließen. Im Januar 2016 soll die Übergabe an die Stadt Schwelm erfolgen“, so der Privatinvestor. Ursprünglich war einmal davon die Rede, dass die Dreifeld-Sporthalle im Oktober in Betrieb gehen sollte. „Das war von mir von vornherein zu mutig angesetzt, aber meine Strategie“, lässt sich der Bauherr ein wenig in seine Karten schauen. Zu optimistisch war auch seine erste Kalkulation für den Neubau. In einem früheren Gespräch mit unserer Zeitung sprach er von angesetzten Projektkosten von drei Millionen Euro. Im Januar 2015 war dann schon von Baukosten in Höhe zwischen 4 und 4,5 Millionen die Rede. Jetzt ist Stoffels aber nur noch glücklich, dass der Bau zügig Fortschritte macht. Zahlen will er nicht mehr nennen. Zu diesem Thema war ihm am Dienstag nur ein kurzer Kommentar zu entlocken: „Wir haben die Baukosten signifikant überschritten.“

Vergessen ist auch der holprige Start des Projekts. Um das Bauvorhaben verwirklichen zu können, musste Investor Ralf Stoffels einige unvorhergesehene Hindernisse aus dem Weg geräumt. Doch wer den rührigen Unternehmer aus Schwelm kennt, weiß, dass er sich vor Problemen nicht bange macht. Er ist zwar in Bauprojekten erfahren, aber in der Zusammenarbeit mit Kommunen musste er erst einmal seine eigenen Erfahrungen machen. „Ich habe lange Zeit gebraucht, zu lernen, wie man mit Kommunen und Behörden zusammenarbeitet“, so Stoffels. Denn ursprünglich habe er gedacht, wenn man etwas Gutes für die Stadt will, werde man schon keine großen Schwierigkeiten bekommen. Doch der frühe Ärger ist mittlerweile verraucht. „Das Miteinander hat sich eingespielt. Ich habe gelernt, was bei solchen Projekten zu berücksichtigen ist. Auch in meinem Alter bin ich noch lernfähig“, ist Ralf Stoffels das Scherzen nicht vergangen.

Sein Resümee nach der monatelangen Planungs- und Bauzeit fällt dennoch positiv aus. „Ich würde dieses Projekt noch einmal stemmen. Den Kinder- und Jugendsport sehe ich als gesellschaftspolitisch zu wichtig an. Dass die Baskets eine Halle für ihren Spielbetrieb bekommen, war für mich als Argument immer von untergeordneter Bedeutung.“ Hauptmieter der neuen Sporthalle wird die Stadt Schwelm sein, die in Absprache mit dem Stadtsportbund die Belegung für die sporttreibenden Vereine in Schwelm vornimmt. Schulsport ist dort laut eines politischen Beschlusses erst einmal nicht vorgesehen. Die Halle ist multifunktional angelegt und kann als Veranstaltungsort dienen. „Wir werden aber keine Konkurrenz für die Eventhalle aufziehen“, hat Bürgermeister Jochen Stobbe schon einmal zu einem früheren Zeitpunkt klar gestellt.

Doch nun freut sich Ralf Stoffels erst einmal auf ein schönes Richtfest, mit dem er Flagge für Schwelm und die umliegenden Handwerksbetriebe zeigen will. Bei seinen Bauvorhaben sei es für ihn immer wichtig gewesen, heimische Handwerker zu berücksichtigen. Das habe er auch bei der Sporthalle so gehandhabt. Nur bei den Holzträgern habe er ins Sauerland ausweichen müssen. Sein Lob gilt ausdrücklich den beteiligten Firmen. „Sie haben sehr viel Arbeit, sogar teilweise samstags gearbeitet.“ Zimmermann Peter Schmücker von der Firma Lüdeke wird den Richtspruch sagen, Ralf Stoffels symbolisch den letzten Nagel in den Balken schlagen. Eine Aufgabe, der er mit gemischten Gefühlen entgegen sieht. „Ich habe zwei linke Hände, bin eher der Mensch, der die Leute zusammenbringt.“