Rauchmelder rettet Hausbewohnern vermutlich das Leben
12.02.2010 | 18:48 Uhr 2010-02-12T18:48:00+0100Ein Rauchmelder alarmierte die Bewohner eines brennenden Hauses, wodurch vermutlich Schlimmeres verhindert werden konnte.
In einem Wohn- und Geschäftshaus an der Voerder Straße in der Milsper Fußgängerzone war aus bisher ungeklärter Ursache ein Feuer im Keller ausgebrochen, es konnten jedoch alle sieben Bewohner leicht verletzt geborgen werden.
Um 1.27 Uhr wurde eine Bewohnerin durch einen im Haus zentral installierten Rauchmelder geweckt. Der Rauch hatte sich sowohl im Treppenhaus, als auch in Teilen der Wohnungen ausgebreitet. Dennoch konnte sich die Bewohnerin ins Freie retten und die Feuerwehr alarmieren.
Nach Eintreffen der Wehrkräfte wurden die restlichen sechs Personen mittels einer Drehleiter evakuiert und von einer Notärztin untersucht. Sie ließ alle Bewohner vorsorglich aufgrund des Verdachts einer Rauchvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportieren.
Hohe Erstickungsgefahr
„Wäre in dem Haus kein Rauchmelder installiert worden, hätte in diesem Fall für jeden Bewohner die Gefahr einer Erstickung bestanden”, meint Feuerwehrchef Rainer Kartenberg. In der Zeit, in der das Feuer ausgebrochen ist, liegt der Mensch im Tiefschlaf, so Kartenberg. „Dann ist der Geruchssinn so gut wie ausgeschaltet, die Menschen hätten das Feuer wahrscheinlich nicht wahrgenommen und wären erstickt.” In rund 90 Prozent der Fälle, meint der Wehrchef, verbrennen die Opfer nicht, sie ersticken. „So wird ein Rauchmelder in den eigenen vier Wänden zum unverzichtbaren Gegenstand.”
Aufgrund der schnellen Reaktion der Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht werden. „Unsere Einsatzkräfte, in dem Fall Trupps unter Atemschutz, löschten den Brand und verdrängten den Rauch mittels Überdruckbelüftung aus dem Gebäude. Es ist also wieder bewohnbar”, so die Meinung des Feuerwehrchefs Rainer Kartenberg. Zur Ermittlung der Brandursache wurde zudem die Kriminalpolizei eingeschaltet.
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