Raubdelikt nur ausgedacht? Polizei ermittelt

Dortmund/Kamen..  Ob sich Donnerstagnacht, 28. Mai, tatsächlich ein Raub im Dortmunder Hauptbahnhof ereignet hat, müssen weitere Ermittlungen ergeben. Ein 46-Jähriger hatte Strafanzeige wegen Raubes gestellt. Eine Zeugenaussage und Videoauswertungen widerlegten die Angaben des Mannes jedoch.

Gegen 1.35 Uhr wurde die Bundespolizei über ein Raubdelikt am Treppenabgang zum Bahnsteig 8/10 im Hauptbahnhof informiert. Am Treppenabgang wurde ein 46-jähriger Mann aus Kamen durch Sanitäter behandelt. Der Kamener erklärte den Bundespolizisten, dass er durch eine unbekannte Person bestohlen worden sei, als er die Treppen zum Personentunnel herabging. Nachdem der Dieb seine Geldbörse aus der hinteren Hosentasche entwendete, soll er den 46-Jährigen die Treppen hinuntergestoßen haben.

Vortäuschen einer Straftat

Ein Zeuge, der auch die Bundespolizei alarmiert hatte, widersprach den Angaben des 46-Jährigen. Die Auswertung von Videoaufzeichnung ergab, dass das vermeintliche Opfer ohne Fremdeinwirkung stürzte. Da sich zum Zeitpunkt des Sturzes weder vor noch hinter dem Kamener eine Person befand, leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschen einer Straftat ein. Die Ermittlungen dauern an.