Ranzenparty Treff für Schulanfänger
17.02.2008 | 19:16 Uhr 2008-02-17T19:16:17+0100Ennepetal. Es wimmelte von kleinen Ranzenträgern. Sämtliche, über 300 künftige Schulanfänger, schienen am Samstag zur 1. Ennepetaler Ranzenparty in die Kundenhalle der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in Milspe gekommen zu sein.
Dabei wurden nicht nur Wunsch-Ranzen ins Visier genommen, auf denen beispielsweise stand "Alles ist gut, solange du wild bist". Kinder, die bereits jeden Morgen den Ranzen packen, konnten sich selbst und das teilweise beachtliche Schwergewicht beim Schulranzen-TÜV der AOK, den Hermann-Josef Lemke und Frederike Georg überwachten, wiegen. Passte das Körpergewicht zum Ranzengewicht, gabs den TÜV-Aufkleber (für den Ranzen).
Für Justin-Luca, der 20 Kilo wiegt, würde das bedeuten, dass der Tornister nicht mehr als 2 Kilo wiegen dürfe. "Jeden Morgen neu packen und nur das mitnehmen, was im Unterricht benötigt wird", riet Frederike Georg.
"Der Menschenstrom reisst nicht ab", so Heike Sonnenschein und Jana Mücher (beide Sparkasse). Sie hatten das Ranzenpaket geschnürt. Günter Gräbe von der Kreis-Verkehrswacht EN war beeindruckt über die positive Resonanz von Eltern, Großeltern und Kindern. Der heiße Draht, der da am Infostand ausprobiert werden konnte, fördere die Konzentration "Auge/Hand", die auch im Straßenverkehr von Wichtigkeit sei, so Gräbe. Kinder beim ersten Alleingang zur Schule seien keine "kleinen Erwachsenen". Das zu behaupten, sei einfach zu billig. So informierten Gräbe und dessen Team gründlich zum Thema "Der sichere Schulweg", dass der Bordstein "Stopp" bedeute. Polizeioberkommissar Bodo Baumgartner war vor Ort und beantwortete Fragen von Eltern, die gerade die Schemmstraße als gefährlichen Weg (überhöhte Geschwindigkeit) derer betrachten, die die Grundschule Friedenstal sowie die Städt. Kindergärten Fliednerhaus und Haus Ennepetal besuchen. Baumgartner will weiter ein waches Auge auf diesen Gefahrenpunkt werfen.
Betrieb auch am Stand des Straßenverkehrsamtes. Hier gab es Plaketten zum Befahren von Umweltschutzzonen.
Zur Einschulungsmesse wurde ein kurzweiliges Rahmenprogramm geboten. Der Kinderschutzbund gab Butterdosen aus. Die Städtische Bücherei, hier Leiterin Gundel Wienands und Heike Pattberg, stellten Bücher vor. Krankenkassen berieten über gesunde Ernährung für Schulkinder. Werner Koch von der Polizei war mit seiner Puppenbühne gekommen, wobei es ebenso um den sicheren Schulweg ging.
Der Leiter der Städtischen Musikschule, Paul-Gerhard Minor, hatte mit Kollegen Musikinstrumente zum Testen, u.a. kindgerechte Geigen und Blockflöten, herangeschafft. Von der Galerie erklangen wunderschöne Töne des Schülerorchesters (Streicher, Klarinetten-, Klavier- und Blockflötenspieler). Jeder, der wollte, konnte sich ein "Jeki"-Mobile mitnehmen.
Fünf Stunden umgeben von bunten Schulranzen, Stiften, Heften, Trinkfläschchen, aber auch von frischen Waffeln am Stand des Fördervereins der Städt. Musikschule.
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