Profi-Koch zittert schon vor zweiter Runde

Jochen Hussong und Erika Knäpper hatten bei der ersten Auflage viel Spaß in der Küche, kämpften aber auch erbittert bis zum Schluss um den Sieg.
Jochen Hussong und Erika Knäpper hatten bei der ersten Auflage viel Spaß in der Küche, kämpften aber auch erbittert bis zum Schluss um den Sieg.
Foto: WP

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal..  Hauchzart – um sprachlich gleich korrekt einzusteigen – hat sich Jochen Hussong bei der Premiere gegen seine Herausforderin Erika Knäpper aus Ennepetal durchgesetzt. Mit 9:8 Punkten stand er gegen die taffe Ennepetalerin erst bei der Nachspeise in der Gunst der Jury vorn. Jetzt geht „Helden am Herd“ in die zweite Runde und Jochen Hussong wird langsam nervös, wer ihn herausfordern wird.

Nur keine Klapperschlange

Er war zwar schon in diversen Fernsehsendungen, „aber so oft wie in den vergangenen Wochen bin ich noch nie angesprochen worden“, sagt der Inhaber des Westfalenhofs in Schwelm, der die Aktion gemeinsam mit unserer Zeitung durchführt. „Viele Menschen haben mir gesagt, dass sie auch gern einmal gegen mich antreten würden und schon auf den nächsten Termin warten“, erzählt er. Dieses Warten hat ein Ende, denn ab heute beginnt die offizielle Bewerbungsfrist. Am Montag, 30. März, läutet dann die Glocke zum nächsten Duell an den Töpfen.

Der Profi hat die Premiere nicht nur wegen seines Sieges in bester Erinnerung. „Erika und ich haben uns sofort geduzt und auch am Jury-Tisch – schließlich haben sich alle zum ersten Mal gesehen – war es total entspannt und locker.“ So soll es auch bei der zweiten Auflagen werden, wobei natürlich auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz kommt. „Klar habe ich den Vorteil, dass ich täglich pünktlich die Essen auf dem Tisch haben muss, aber es ist unglaublich schwer, spontan mit einem Korb voller Zutaten loszulegen in der Gewissheit, dass das Gegenüber ein festes Rezept hat“, erinnert sich Hussong.

Hat er irgendwelche Wünsche? „Kommt jemand mit Klapperschlage oder anderen exotischen Dingen um die Ecke bin ich aufgeschmissen“, sagt er und lacht. Er selbst hat festgestellt, dass aktuell in seinem Laden – für gut bürgerliche Küche bekannt – vor allem alte Rezepte als Ergänzung zur normalen Karte für Begeisterung sorgen. Dabei muss es nicht kompliziert sein, „aber gebratene Blutwurst mit Apfel-Zwiebel-Gemüse und Sellerie-Kartoffel-Püree gibt es sonst fast nirgendwo“, sagt Hussong.

Er glaubt, dass es viele verborgene Kochtalente im EN-Südkreis gibt. „Es wird sicherlich wieder sehr schwer für mich. Aber bei allem Spaß ist auch klar: Ich will mich nicht blamieren, sondern habe auch den Ehrgeiz, zu gewinnen.“ Das zu verhindern, wird die Aufgabe des Herausforderers oder der Herausforderin am 30. März sein.

So werden Sie Herausforderer oder Jury-Mitglied

Wer seine Kochkünste mit denen des Experten messen will, muss uns nur eine Einkaufsliste für ein Drei-Gänge-Menü für fünf Personen zu senden.

Das geht entweder via E-Mail an

schwelm@westfalenpost.de oder

per Post an die

WP-Lokalredaktion

Römerstraße 3

58332 Schwelm.

Wir benötigen neben den Zutaten(inklusive Mengenangaben), aus denen Sie das Menü zaubern möchten, Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer. Einsendeschluss ist Montag, 23. März, der Gewinner beziehungsweise die Gewinnerin wird telefonisch von uns benachrichtigt.

Die Redaktion lost eine Einkaufsliste aus, von der der Einsender natürlich genau weiß, was er damit anstellen möchte. Unserem Koch verraten wir nichts. Rewe Schürholz aus Schwelm stellt dankenswerter Weise zwei Körbe mit den Zutaten zur Verfürgung, die die Köche am Abend überreicht bekommen. Erst hier sieht Jochen Hussong, was ihn erwartet. Beim Zusammenstellen des Menüs sind einige Kleinigkeiten zu beachten. Punkt 17 Uhr ist Startschuss. Ab dann haben beide zwei Stunden Zeit, ein Drei-Gänge-Menü zu zaubern.

Am Ende wird abgerechnet

Um 19 Uhr muss der erste Gang serviert werden. Die Jury bekommt die beiden Gerichte jeweils parallel serviert, ohne zu wissen, welches Essen von wem ist. Sie entscheiden pro Gang über Sieg oder Niederlage. Am Ende wird abgerechnet. Selbstverständlich berichten wir groß in unserer Zeitung.

Schlägt der Hobbykoch – oder die Hobbyköchin – Jochen Hussong, gibt es neben Ruhm und Ehre den „Helden am Herd“-Pokal. Auch im Fall der Niederlage haben wir neben einem lustig-leckeren Abend noch eine Erinnerung.

So werden Sie Jurymitglied: Senden Sie uns bitte ebenfalls eine E-Mail oder ein Schreiben mit Ihren Kontaktdaten und dem Stichwort „Jury Helden am Herd“. Auch die fünf Jurymitglieder werden von uns benachrichtigt und mit ihrer Meinung zum Essen und einem Foto in unserer Zeitung veröffentlicht. Jedes Jury-Mitglied darf zudem eine Begleitperson mitbringen, die hinter die Kulissen schauen darf. Das Essen der Preisrichter sowie die Getränke des Abends – auch für die Begleiter – sind selbstverständlich kostenfrei. Als Jurymitglied sollten sie nach Möglichkeit fast alles essen und bestenfalls keine Allergien gegen gängige Lebensmittel haben, weil es bei diesem Modus nicht möglich ist, sich darauf einzustellen.