Positiv überrascht von der Hilfsbereitschaft der Gevelsberger

Aufklären und Kleider sammeln als konkrete Hilfe. Darum ging es der CDU bei ihrer Aktion am Samstagsvormittag in der Innenstadt
Aufklären und Kleider sammeln als konkrete Hilfe. Darum ging es der CDU bei ihrer Aktion am Samstagsvormittag in der Innenstadt
Foto: WP

Gevelsberg..  Hilfe tut Not, und helfen kann jeder. Diese Botschaft übermittelte die CDU am Samstag in Gevelsberg und macht sich stark um die Solidarität für verfolgte Christen.

Am 18.07.2014 berichtete „Kirche in Not“ über die Christenverfolgung im Irak: „ISIS markiert Häuser von Christen“, am 14. August 2014 schrieb die Zeit unter dem Titel „Kopfsteuer für Christen“ über die Christenverfolgung in der irakischen Stadt Mossul durch die ISIS. Die Christen sind geflohen, ebenso wie viele andere, deren Glaube nicht den Vorstellungen der ISIS entsprach. Sie flohen aus der gesamten Ebene von Ninive bis in die nördlichsten Regionen des Irak, in kurdisches Gebiet. Dort leben sie bis heute in Flüchtlingslagern.

Kamel Zozo vom Chaldäischen Suryoyo Assyrischen Volksrat in Deutschland war vor wenigen Wochen vor Ort und berichtete von den Zuständen in diesen Lagern, zeigte Fotos. Er beschrieb Menschen, die nur in Zelten der Kälte und dem Schnee trotzen, Menschen, denen es an fast allem mangelt, aber vor allem Menschen, die die Hoffnung zu verlieren drohen, weil sie sich von der Welt vergessen glauben.

Zozo schilderte das alles der CDU-Bundestagsabgeordneten für Hagen und den südlichen EN-Kreis, Cemile Giousouf, und so kam eine bislang einzigartige Aktion in Gang. In vielen Ruhrgebietsstädten rufen die Christdemokraten zu Kleiderspenden für verfolgte Christen auf, am Samstag wurde in der Gevelsberger Innenstadt gesammelt, und auch wenn die Organisatoren sehr positiv überrascht von der Resonanz auf die kurzfristig angekündigte Aktion waren, können bis zum 25. Februar noch Spenden in der CDU-Geschäftsstelle, Mittelstr. 1, wochentags zwischen 9 und 12 Uhr und 14 - 17 Uhr , abgegeben werden. Damit soll ein LKW befüllt werden, der sich dann auf den Weg in den Irak machen wird.

Natürlich ist allen Beteiligten klar, dass auch ein gut gefüllter 20-Tonner nicht alle Probleme vor Ort lösen wird, aber es geht auch um ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen vor Ort. Zozo betonte, wie froh er sei, die CDU für diese Aktion gewonnen zu haben. Es geht zwar in erster Linie um humanitäre Hilfe, aber die Menschen werden erkennen, dass es eine deutsche Partei ist, die deutsche Regierungspartei, die sie nicht vergessen hat, auch wenn eine politische Lösung noch nicht in Sicht ist.

Kamel Zozo, der seit 18 Jahren in Deutschland lebt, und seine Söhne Salam und Adad werden den LKW auf seiner Fahrt begleiten. Geplant ist eine Route, auf der gezielt mehrere Flüchtlingslager im Irak angefahren werden, von denen bekannt ist, dass sich dort viele der seit Juli/August 2014 geflohenen Christen aufhalten. Organisiert wird der Transport mithilfe der Caritas, außer Kleidern wird natürlich auch finanzielle Hilfe benötigt, dafür ist ein eigenes Spendenkonto eingerichtet worden: Stichwort „Hilfsaktion CDU Ruhr“ bei der Caritas-Flüchtlingshilfe Essen e.V. (Bank im Bistum Essen, Kontonummer: 102628, BLZ: 360 602 95).