Polizei observiert Verdächtige

Dortmund..  Taschendiebstahlsfahnder der Bundespolizei observierten am Donnerstagmorgen drei Taschendiebe bei ihren kriminellen Handlungen. Hierbei konnten sie beobachten, wie die Dieb vorgingen: Während einer der Männer die auserkorenen Opfer in ein Gespräch verwickelte, versuchte ein Zweiter, das Gepäck des Opfers zu entwenden und es sofort an den dritten Komplizen weiterzugeben.

Vermutlich auf Grund der Aufmerksamkeit ihrer Opfer, war das Treiben der Diebe im Dortmunder Hauptbahnhof nicht von Erfolg gekrönt, so dass sich ihre Aufmerksamkeit auf den Busbahnhof am Nordausgang verlagerte. Auch hierbei ließen die Bundespolizisten die Männer nicht aus den Augen.

Die Masche wendeten die Diebe letztendlich erfolgreich bei einer Dortmunderin an, der sie unbemerkt einen Rucksack entwendeten. Weil sich in diesem neben zwei iPads und einem Smartphone auch Bargeld befand, hätte sie einen Schaden von rund 2000 Euro erlitten.

Haftbefehl liegt vor

Die Bundespolizisten nahmen die observierten Diebe noch am Busbahnhof vorläufig fest und konnten dem überraschten 55-jährigen Opfer, ihr Eigentum zurückgeben. Auf der Wache stellte sich dann heraus, dass bereits gegen einen der Diebe ein Haftbefehl erlassen worden war. Das Amtsgericht Köln hatte den 49-jährigen algerischen Staatsangehörigen, wegen Diebstahls, zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Weil er die Geldstrafe nicht zahlen konnte, lieferten ihn Bundespolizisten für die nächsten 82 Tage in die JVA ein. Seine beiden 37- und 46-jährigen Komplizen durften die Wache später wieder verlassen. Gegen die einschlägig wegen Diebstahlsdelikten polizeibekannten Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bandendiebstahls eingeleitet.