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Politiker hörten Ängste der Eltern

16.03.2010 | 20:16 Uhr
Politiker hörten Ängste der Eltern

Ennepetal. In Hasperbach geht die Sorge um. Nachdem bekannt wurde, dass die Grundschule Haspetal aufgegeben werden soll, waren auch viele Eltern aufgelöst.

Etwa 20 Mütter und einige Väter besuchten am Montagabend die Fraktionssitzungen der CDU und SPD. Die Politiker hörten sich geduldig das Anliegen der Eltern an. Verständnis und Meinungen wurden ausgetauscht, und es schwangen noch andere Ängste mit.

So sprechen die Zahlen zwar gegen die Schule, aber damit möglicherweise auch gegen einen ganzen Stadtteil.

Diese Befürchtung äußerte der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Rauleff. Dabei sprach er nicht nur als Politiker, sondern auch als Vorsitzender des TuS Haspetal und als Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft „Die Voerder”.

Die Schule sei ein wichtiger und kommunikativer Bestandteil für den Stadtteil Hasperbach und für dessen Kommunikationsgeflecht. Das reiche vom Bäcker bis zum großen Verein. Und: „Welche jungen Eltern zieht es nach Hasperbach, wenn es dort keine Schule mehr gibt?” Zahlen könne man sicherlich nicht wegdiskutieren, doch immer wieder werde angeführt, dass der demographischen Entwicklung etwas entgegengesetzt werden müsse.

Diese Entscheidung trage nicht dazu bei, so Rauleff. Doch er räumte auch ein: Wenn eine Schließung sich nicht vermeiden lasse, dann sollten doch die Schüler noch bis zum 4. Schuljahr an der Schule bleiben können. Doch Rauleff verwies auch auf einen Kompromissvorschlag von Anita Schöneberg.

Bei den Grundschulen Haspetal handle es sich um Grundschulen mit Betreuungsgruppen, bei allen anderen Ennepetaler Grundschulen um gebundene Ganztagsgrundschulen.

Letztere seien aber nicht für alle Eltern attraktiv. Man könne aufgrund dieser „Sonderstellung” auch Eltern aus anderen Stadtteilen für die Schule Haspetal begeistern und so die Schülerzahlen erreichen.

Antworten vom

Schulausschuss erhofft

Auch die CDU-Fraktionhörte sich am Montag die Sorgen der Eltern an. Schulausschussvorsitzender Matthias Rehbach und Fraktionschef Walter Faupel sprachen mit den Eltern.

„Wir haben mittlerweile auch die anderen Fraktionen informiert”, meinte Katja Rauleff Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie hatte die „Elterninitiative” initiiert. Die Eltern haben viele Fragen, so Katja Rauleff.

Werden die Klassen auseinander- und die Kinder aus ihrer Vertrautheit gerissen? Welche Lehrer wechseln mit zur Grundschule Voerde? Was wird aus dem Stadtteil Hasperbach? Auf einige Fragen wird es wohl heute Antworten im Schulausschuss geben, deutete dessen Vorsitzender Matthias Rehbach an, der dem Ausschuss nicht vorgreifen wollte.

Die öffentliche Sitzung des Schulausschusses beginnt Mittwoch um 17.30 Uhr in der Grundschule Rüggeberg.

Sabine Nölke

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Kommentare
18.03.2010
10:17
Politiker hörten Ängste der Eltern
von Esgehtmichan | #5

Ich bin wirklich schokiert, wenn ich Ihre Kommentare lese und ich gehe stark davon aus, dass Sie nicht aus Hasperbach kommen.
Ich bin eine Mutter der Elterninitiative und muss hier mal ganz deutlich sagen, dass wir unser Hasperbach nebst Schule lieben, egal ob er neuesten Konzeptionen entspricht.
Fakt ist, Ennepetal ist sowieso schon eine sehr kinderunfreundliche Stadt, wenn jetzt auch noch Schulen (es betrifft nicht nur Haspetal) und Jugendzentren geschlossen werden, dann wird sich Ennepetal zu einem grossflächigen Altenheim entwickeln.
Und entschuldigen Sie jetzt meine Unsachlichkeit:
Dann können Sie ja aus Hasperbach einen neuen Zentralfriedhof machen!!!

18.03.2010
01:39
Politiker hörten Ängste der Eltern
von Jürgen Gerhardt | #4

@#3 von Samuelderzweite

Wir haben soviel Arbeitsplätze, dass die anderen Städte ihre Leute zu uns schicken.

17.03.2010
20:35
Politiker hörten Ängste der Eltern
von Samuelderzweite | #3

Hasperbach wäre doch ein guter Standort für ein weiteres Industriegebiet. Schaftt Arbeitsplätze und bringt Gewerbesteuereinnahmen.

17.03.2010
15:19
Politiker hörten Ängste der Eltern
von Jürgen Gerhardt | #2

Dann sollte die Politik den Bewohnern aber auch reinen Wein einschenken. Der Stadtteil Hasperbach ist bei der Bevölkerungsentwicklung die von der Stadtverwaltung und der Politik so hingenommen wird, auf Sicht nicht zu halten.

Je früher sich die Bewohner in andere Stadtteile umziehen umso besser ist das. Ich denke die Sparkasse wird über kurz oder lang auch dicht machen. Es ist ein sterbender Stadtteil

17.03.2010
09:01
Politiker hörten Ängste der Eltern
von Josef Weingarten | #1

Die mangelnde Attraktivität des Stadteil Hasperbach hat nicht schwerpunktmäßig mit der demographischen Entwicklung zu tun.

Der Stadtteil Hasperbach in seiner gesamten städtebaulichen Konzeption entspricht nicht mehr den heute üblichen Anforderungen.

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