Pläne für Kunstrasenplatz nehmen erste Hürde

An der Gevelsberger Straße soll der Sportpark entstehen.
An der Gevelsberger Straße soll der Sportpark entstehen.
Foto: www.blossey.eu

Schwelm..  Die Planung für den Sportpark Linderhausen hat eine wichtige Hürde genommen. Der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung hat der Aufstellung des Bebauungsplanes einstimmig zugestimmt. Auch der Bebauungsplan für die Wohnanlage Martfeld ist formal auf den Weg gebracht, zumindest vom Fachausschuss. Der Rat hat am 23. April das letzte Wort. Vorausgegangen waren lange Diskussionen, entscheidend für die Politiker war jedoch die Einschätzung des Rechtsanwaltes Martin Frey. Er sieht im Zusammenhang mit dem Ankauf der Flächen in Linderhausen keine Probleme auf die Stadt zukommen.

Vormerkung im Grundbuch

Dabei geht es um rund 21 000 Quadratmeter, die die Stadt kaufen will und muss, um die Pläne für eine Kunstrasenanlage für die Fußballvereine SpVg. Linderhausen und VfB Schwelm realisieren zu können. Nun hat sich aber ein Landwirt gemeldet, der Anspruch auf einen Teil des Grundstückes anmeldet (wir berichteten).

Der Jurist Martin Frey erklärte im Ausschuss, dass er am Dienstagmorgen den Auftrag bekommen habe, die Sachlage zu prüfen und zu dem Ergebnis komme, dass selbst wenn es einen Vertrag gebe, in dem dem Landwirt das Grundstück zugesprochen werde, er für die Stadt keine Relevanz habe. Er habe sich den Ankaufsvertrag der Stadt mit dem Eigentümer und das Grundbuch angeschaut. Der Anspruch eines Dritten sei nicht angegeben, dafür aber eine Vormerkung der Stadt – und zwar über die gesamte Fläche. Für den Juristen sei nicht erkennbar, wie ein Dritter Anspruch auf ein Teilstück haben könne. Die Stadt könne guten Glaubens handeln und davon ausgehen, dass das, was im Grundbuch steht, richtig ist. Ein Risiko sehe er bei dem Grundstücksgeschäft zwischen Stadt und Eigentümer nicht.

Jürgen Feldmann von den Linken erklärte in diesem Zusammenhang, dass er es zudem merkwürdig finde, dass der Landwirt weder einen Anwalt eingeschaltet habe, noch irgendwelche Unterlagen vorgelegt habe. Aktuell sei man mit weiteren Eigentümern in Gesprächen. Es geht um rund 200 Quadratmeter an der Gevelsberger Straße und einen 10-Meter-Streifen im Süden. Zusätzliche Bereiche, die schön wären, auch um das Sportheim näher an den Kunstrasen bauen zu können. Zwingend notwendig für die Planung seien diese Flächen aber nicht, wie Stobbe betonte. Statt eines Kaufes wäre auch ein Flächentausch für die betroffenen Landwirte ein Thema.

Diskutiert wurde im Zusammenhang mit dem B-Plan auch die Hecken. Eindeutiges Votum: Die Hecken sollen erhalten bleiben, eventuell versetzt werden, das soll in der späteren Planung festgelegt werden.

Mitgliederversammlung beim VfB

Noch am Anfang sind die Überlegungen, was mit der 14 000 Quadratmeter großen Fläche am Martfeld passieren wird. Ziel ist es, durch den Verkauf den Kunstrasenplatz zu finanzieren. Der VfB wird dort seine Sportanlage aufgeben. Die zukünftige Bebauung soll die Interessen der Anwohner, der neuen Bewohner und der Nutzer des Naherholungsgebietes berücksichtigen, so der Wunsch der Politik. Wie die Fläche letztlich bebaut wird, werde der Investor entscheiden, die Rahmenbedingungen lege die Schwelmer Politiker fest.

In den nächsten Tagen wird es eine Mitgliederversammlung des VfB Schwelm geben. Wenn die Mitglieder dem Verkauf der Fläche zustimmen, dann rücken Sportpark und Neubebauung noch einen Schritt näher. Denn offiziell gehört der Bereich noch dem Verein.