Pfarrer Rehberg rüttelt Zuhörer mit Fastenpredigt auf

Schwelm..  Eine Feuerwerk-Predigt brannte Pfarrer Thorsten Rehberg aus Meinerzhagen in der Propsteikirche im Rahmen der Fastenpredigten St. Marien ab. Sie greifen Gedanken aus dem ersten apostolischen Schreiben des Papstes über die Freude des Glaubens auf.

Nach Ansicht Rehbergs sei der Papst sehr deutlich. „Man muss nur noch selbst verstehen und herausfinden, was dies für einen selbst, für Schwelm, für Deutschland bedeutet. Denn der Papst richtet sich an die gesamte Welt.“ Er ließ sein Herz sprechen und stellte Fragen: „Was hat das Leben Jesu mit mir zu tun? Oder ist das nur der Typ, von dem ich jeden Sonntag höre, weil ich das immer tue? Wenn man sich alles kaufen kann, wozu braucht man Gott?“ Er wies auf die Selbstgenügsamkeit der bürgerlichen Mitte hin. Immer öfter höre er: „Wir sind für alles offen, aber es stört uns auch nicht, wenn ihr nicht kommt, denn wir genügen uns selbst.“

Thorsten Rehberg war beruhigt, wenn seine Predigt die Zuhörer unruhig machte. Er rief die Gottesdienstbesucher auf, über ihre Haltung bezüglich ihres Nächsten nachzudenken. Er sprach sich für Nächstenliebe aus. Sein Fazit: „Seid wagemutig und kreativ! Geht dorthin, wo Gemeinde nie zuvor gewesen ist: an die Rändern der Gesellschaft. Rückschläge sind keine Niederlage. Begreift sie als Ratschläge Gottes, wo ich etwas falsch gemacht habe und wie es besser gehen könnte. Es lohnt sich eine verbeulte Kirche zu sein.“